Olympia-Mittwoch

SILBER & BRONZE - Triple-Jubel für Österreich

Wie schon am Sonntag kann Österreich auch am Mittwoch drei Medaillen bejubeln! Nach Silber für Johannes Lamparter in der nordischen Kombi, verdreifachten die Rodler die Tagesausbeute.

Es war erst der erste Wettbewerb der Kombinierer und dennoch konnte Österreich sofort zuschlagen. Johannes Lamparter musste sich im verschneiten Val di Fiemme nur dem Olympiasieger Jens Luraas Oftebro aus Norwegen geschlagen geben. Bitter: Stefan Rettenegger verpatzte sich am Ende die Chance auf eine Medaille und wurde Vierter.

Lamparter war nach dem Sprung nur Sechster, konnte in der 10-km-Loipe aber ordentlich Boden gutmachen. Schlussendlich fehlten dem Tiroler nur eine Sekunde auf Gold. Es war die sechste Medaille für das ÖOC-Team, die erste für den 24-Jährigen - nach zwei vierten Plätzen bei Olympia 2022.

Lamparter: "Hatte eine Rechnung offen"

"Etwas Schöneres gibt es nicht und hat mir schon ein paar Tränen rausgedrückt", gab er sich mit Medaille um den Hals emotional: "Mit den Spielen habe ich noch eine Rechnung offen gehabt. Es ist wie, wenn Tausend Ketten wegspringen würden." Ein Anblick, den auch IOC-Präsidentin Kirsty Coventry genossen haben dürfte, sie war im Publikum. "Wir haben eine richtig coole Show geboten", so Lamparter.

Nummer sieben und acht ließen aber nicht lange auf sich warten. Im Doppelsitzer der Rodler griffen die Österreicher gleich dreifach an, zwei Drittel streiften Edelmetall ein. Zuerst die Frauen Selina Egle und Lara Kipp, die sich nach dem ersten Lauf im Schnellrodeln in Cortina d'Ampezzo auf Platz drei befanden. Diesen konnten sie dann auch erfolgreich verteidigen, nur Deutschland und die Lokalmatadorinnen aus Italien waren schneller.

Lara Michaela Kipp war sichtlich erfreut, meinte aber auch vorsichtig: "Wir werden sehen, was das zukünftig für uns bedeutet." Als Erfolgsrezept machte sie die unterschiedlichen Naturelle der beiden Athletinnen aus: "Sie pusht mich, ich bringe sie runter." Am Donnerstag geht es im Team Wettbewerb gleich weiter, daher wird "nicht zu viel gefeiert". Selina Egle versprach ganz simpel: "Morgen werden wir ordentlich Gas geben."

Doppelsitzer-Siegerin Marion Oberhofer (l.) mit ÖOC-Assen Selina Egle und Lara Kipp (r.)

Doppelsitzer-Siegerin Marion Oberhofer (l.) mit ÖOC-Assen Selina Egle und Lara Kipp (r.)

© getty

Auf Vaterglück folgt Silber-Jubel

Bei den Herren gingen Thomas Steu und Wolfgang Kindl sowie Juri Gatt und Riccardo Schöpf auf Medaillenfang. Während Letztere im ersten Lauf schon zu viel Rückstand aufwiesen, konnte das Duo Steu/Kindl erst spät auf den 2. Platz verdrängt werden. Im 2. Durchgang waren sie bis zum Schlussabschnitt blitzschnell, dort verloren sie etwas zu viel Zeit, konnten ihren Platz aber verteidigen: Silber!

Zumindest für Wolfgang Kindl war es wohl nur der zweitgrößte Jubel in den letzten Tagen. Denn pünktlich zum Geburtstag von Rodel-Kollege Thomas Steu wurde Kindl zum zweiten Mal Vater. Überraschend früh, aber via Videotelefonie dennoch dabei. Nun kann er dem frischen Nachwuchs gleich eine silberne Medaille mitbringen. "Die muss man bei dem starken Feld erst einmal machen", so Kindl. "Wir haben alles aus uns rausgeholt", fügt Steu hinzu.

SILBER & BRONZE - Triple-Jubel für Österreich
© EPA/DANIEL DAL ZENNARO

So gab es nicht die dritten Olympiasieger in rot-weiß-rot, aber die dritte Medaille am Mittwoch. Damit steht Österreich bei zweimal Gold, fünfmal Silber und einmal Bronze. Die Experten von Sports Illustrated sagten dem ÖOC-Team ja eine Ausbeute von 5 Mal Gold, 7 Mal Silber und 9 Mal Bronze (21 Medaillen) voraus - man befindet sich auf einem guten Weg.

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