Queen Mary 2 / Kreuzfahrtschiff / Hamburg

In der Karibik

Virus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiffen

Über 400 Menschen auf Luxus-Linern an unbekanntem Virus erkrankt.

Ein unbekanntes Virus hat das Kreuzfahrtprogramm zweier Luxusliner in der Karibik zum Jahresende durcheinandergebracht. Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC am Sonntag mitteilte, klagten mehr als 400 Passagiere und Besatzungsmitglieder über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die Symptome deuteten auf das hoch ansteckende Norovirus hin. Laboruntersuchungen seien im Gange, hieß es.

Beide Schiffe, die "Queen Mary 2" der Kreuzfahrtgesellschaft Cunard Line und die "Emerald Princess" von Princess Cruises, meldeten den Vorfall an die Gesundheitsbehörde. Dies ist dann vorgeschrieben, wenn mehr als zwei Prozent der Menschen an Bord betroffen sind. Die Schiffe wurden gereinigt und desinfiziert, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Die "Queen Mary 2" stach am 22. Dezember in New York zu einer zehntägigen Kreuzfahrt in See. An Bord befanden sich den Angaben zufolge mehr als 3800 Menschen - davon waren 194 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder infiziert. Die "Queen Mary 2" lag vor der Karibikinsel Saint Martin vor Anker. Insgesamt befinden sich 2613 Passagiere und 1255 Crewmitglieder an Bord des Kreuzfahrtschiffs.

Emerald Princess
An Bord der "Emerald Princess" - sie kehrte am 27. Dezember nach Fort Lauderdale in Florida zurück - waren demnach mehr als 4400 Menschen. Von ihnen erkrankten 189 Passagiere und 31 Mitglieder der Crew.

Das Norovirus zählt zu den häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen. Die Viren verursachen Erbrechen, starke Durchfälle und führen zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust. Übertragen wird das Virus hauptsächlich über direkten Kontakt zu Infizierten oder indirekt über verseuchte Flächen wie Waschbecken, Toiletten und Türgriffe, aber auch über Lebensmittel.

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