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USA

13 Jahre in der Todeszelle weil Zeugin log

Levon Jones wurde zum Tode verurteilt. Er beteuerte immer wieder seine Unschuld. Jetzt kam heraus: Die Hauptbelastungszeugin hat gelogen.

Nach 13 Jahren in der Todeszelle ist am Freitag ein US-Häftling im Bundesstaat North Carolina auf freien Fuß gesetzt worden. Zuvor hatte die Hauptbelastungszeugin im damaligen Prozess gegen Levon Jones zugegeben, dass sie gelogen habe, wie das Todesstrafen-Informationszentrum in Washington mitteilte.

Jones war wegen Raubmordes schuldig gesprochen worden. Bereits vor zwei Jahren hatte ein Bundesgericht das Todesurteil gegen ihn wegen des Eingeständnisses der Zeugin aufgehoben. Aber Jones blieb bis jetzt hinter Gittern, weil die Staatsanwaltschaft ihm wegen angeblich anderer Schuldbeweise erneut den Prozess machen wollte. Kurz vor Beginn des zweiten Verfahrens änderte sie dann ihre Meinung.

Dem Zentrum zufolge ist Jones bereits der 129. Häftling, der in den vergangenen 25 Jahren aus der Todeszelle entlassen wurde, weil sich seine Unschuld herausstellte. Allein in den vergangenen zwölf Monaten habe es sechs solcher Fälle gegeben.

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