16-Jähriger zündete sich selbst an

Frankreich

16-Jähriger zündete sich selbst an

Nach Selbstverbrennungen in Nordafrika: Erster Fall in Frankreich.

Ein 16-jähriger Schüler hat sich in Frankreich aus zunächst unklaren Gründen selbst angezündet und dadurch schwere Verbrennungen erlitten. Der Jugendliche habe sich am Dienstag in den Toiletten seiner Schule, einem privaten Gymnasium im südfranzösischen Marseille, selbst in Brand gesetzt, teilten die Rettungskräfte mit. Durch die Entzündung einer brennbaren Flüssigkeit habe er an 70 Prozent seines Körpers Verbrennungen zweiten und dritten Grades erlitten. Der Schüler sei schnell in ein Krankenhaus gebracht worden, sein Zustand sei "sehr ernst".

Selbstverbrennungen in Nordafrika
Unklar war zunächst, ob der Vorfall mit den Selbstverbrennungen in Tunesien und in anderen arabischen Ländern zusammenhing. In Tunesien hatte sich im Dezember ein 26-Jähriger angezündet, nachdem ihn die Polizei daran gehindert hatte, Gemüse und Obst für seinen Lebensunterhalt zu verkaufen. Der Protestakt löste in Tunesien wochenlange Proteste gegen die Regierung aus, die am Freitag zum Sturz des seit 23 Jahren amtierenden Staatschefs Zine el-Abidine Ben Ali führten. In mehreren anderen arabischen Staaten fand die Tat Nachahmer, unter anderem in Algerien und in Ägypten.
 

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