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Weltchronik

2 Schmuggler bei Tunnel-Einsturz getötet

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Drei weitere Personen konnten von ägyptischen Rettungskräften geborgen werden.

Beim Einsturz eines Schmugglertunnels zwischen Ägypten und dem Gazastreifen sind am Samstag zwei Palästinenser ums Leben gekommen. Nach Angaben von palästinensischen Ärzten handelte es sich um einen 20- und einen 22-Jährigen. Ägyptische Rettungskräfte konnten drei Palästinenser aus einem anderen eingestürzten Tunnel noch rechtzeitig befreien. Ein Teil dieses Tunnels sei vor Morgengrauen auf ägyptischer Seite in der Grenzstadt Rafah eingebrochen, wie ein Sprecher der Rettungskräfte sagte. Die drei Palästinenser seien festgenommen worden, ein vierter beim Ausstieg aus dem Tunnel.

Die Tunnel dienen wegen der schon zweijährigen israelischen Blockade dem Transfer von Lebensmitteln, Tieren und Treibstoff und nur zu einem kleineren Teil von Kriegsgerät. Im Verlauf der dreiwöchigen israelischen Gaza-Offensive waren zu Jahresbeginn mehr als 1400 Palästinenser getötet und über 5000 verletzt worden. Der von den Vereinten Nationen eingesetzte Sonderermittler Richard Goldstone will auch ohne Israels Mitarbeit mögliche Kriegsverbrechen der israelischen Streitkräfte während der Offensive untersuchen. Er sei enttäuscht, dass es bisher keine positive Antwort der israelischen Regierung gebe, sagte der ehemalige Oberste Richter Südafrikas und Chefankläger für Kriegsverbrechen in Ex-Jugoslawien und Ruanda, am vergangenen Mittwoch in Genf. Notfalls würden er und sein Team über Ägypten in den Gazastreifen einreisen, kündigte er nach einem Treffen mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon an. Die UNO hat Goldstone mit Ermittlungen zu möglichen Verbrechen während des Gazakrieges beauftragt.

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