Terror-Literatur

9/11 inspirierte auch österreichische Autoren

Auch in der österreichischen Literatur haben die Terror-Anschläge bereits Spuren hinterlassen.

Kathrin Röggla, die sich 2001 gerade in New York aufhielt, hatte bereits wenige Wochen nach den Terrorangriffen mit "really ground zero" einen Schnellschuss aus Essays und Reportagen veröffentlicht.

Marlene Streeruwitz war dagegen im Juli 2005 zur Zeit der Londoner Anschläge in der britischen Hauptstadt. Sie lässt die Protagonistin ihres jüngsten Romans "Entfernung." mitten in die Anschläge geraten - allerdings nur eine weitere Episode in einer Abfolge von persönlichen Schicksalsschlägen.

Als Schicksalsschläge der ganz anderen Art werden die Anschläge von den Protagonisten einer Satire empfunden, die erst in den kommenden Monaten in die hiesigen Buchhandlungen schwappen dürfte: US-Jungstar Ken Kalfus lässt in "A Disorder Peculiar To The Country" (Simon & Schuster) ein in einen erbitterten Scheidungskrieg verstricktes Ehepaar frohlocken. Der Mann arbeitet normalerweise im Südturm, die Frau war auf jenen Flug gebucht, der sich ins Pentagon bohrt. Beide freuen sich zunächst über die vermeintliche Lösung ihres Problems - und müssen später erkennen, dass ihre Partner (bzw. Gegner) durch Zufall dem Tod entkommen sind. Und weil das Leben nur selten filmreife Happy Ends zu bieten hat, folgt nicht Läuterung und Familienglück, sondern Kampf bis aufs Blut...

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