Symbolbild

Drei Monate Haft

Schwede schwärzte Schwiegersohn bei FBI an

Ein Schwede muss drei Monate hinter schwedische Gardinen: Er hatte seinen unliebsamen Schwiegersohn als Al-Kaida-Terrorist angeschwärzt - beim FBI.

Ein schwedisches Gericht hat einen Mann zu drei Monaten Haft verurteilt, weil dieser seinen früheren Schwiegersohn bei der US-Bundespolizei FBI fälschlicherweise als Al-Kaida-Terroristen angeschwärzt hatte. Die Richter in Stockholm verhängten außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 60.000 Kronen (umgerechnet 6.337 Euro). Leif Holm gab demnach zu, dass er im Jahr 2006 mit einer E-Mail an das FBI eine berufliche USA-Reise seines unliebsamen Schwiegersohns verhindern wollte.

Scheidungskrieg
Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, befanden sich der Schwiegersohn und seine Frau zu diesem Zeitpunkt mitten im Scheidungskrieg. Die Frau habe ihren Mann nicht in die USA fliegen lassen wollen und verlangt, dass dieser bei ihr und den Kindern bleibe. Als sein Schwiegersohn sich weigerte, schrieb Holm die verhängnisvolle E-Mail an das FBI.

Darin bezeichnete er den Mann seiner Tochter als schwedischen Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida, der sich in den USA mit Kontaktmännern treffen wolle, und fügte Namen und Flugnummer bei. Der ahnungslose Schwiegersohn wurde sofort nach der Landung in Florida festgenommen, verhört und nach einer Nacht im Gefängnis zurück nach Europa geschickt. Er habe nicht gedacht, dass die US-Behörden "so dumm" sein und ihm glauben würden, hatte sich Holm verteidigt. Er habe nicht ahnen können, "das die größte Demokratie der Welt so etwas tut". Der schwedische Geheimdienst war dem rachsüchtigen Schwiegervater auf die Spur gekommen, indem er die E-Mail zurückverfolgte.

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