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Affenpocken: Erstes Kind auf der Intensivstation

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Wie britische Medien berichten, ist in England der erste Affenpocken-Fall eines Kindes bekannt geworden.

In Großbritannien soll es nun den ersten Affenpocken-Fall eines Kindes geben. Laut "Mirror" wird das Kind derzeit auf der Intensivstation in einem Londoner Spital behandelt. Das Virus verläuft in der Regel mild, kann aber bei Kindern und gefährdeten Personen schwerwiegendere Folgen haben. 

In Großbritannien breiten sich die Affenpocken indes weiter aus. Die Chefin der Gesundheitsbehörde UKHSA, Susan Hopkins, sagte am Sonntag der BBC, sie sehe täglich neue Fälle. Genauere Zahlen wollte Hopkins nicht nennen. Ihre Behörde werde an diesem Montag neue Zahlen veröffentlichen, kündigte sie an. Bisher sind aus Großbritannien 20 Fälle bekannt.

 "Wir entdecken täglich mehr Fälle, und ich möchte all den Menschen danken, die sich zum Testen bei Kliniken für sexuelle Gesundheit, Hausärzten und Notaufnahmen melden", sagte Hopkins. Das Virus werde vor allem in städtischen Gegenden übertragen, ohne dass die Fälle eine Verbindung zu West- oder Zentralafrika aufwiesen, wo die Infektion sonst beobachtet werde.

Betroffen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO derzeit überwiegend, wenn auch nicht ausschließlich, schwule und bisexuelle Männer. "Wir empfehlen allen, die regelmäßig wechselnde Sexualpartner haben oder engen Kontakt zu Personen haben, die sie nicht kennen, sich zu melden, wenn sie einen Ausschlag bekommen", sagte Hopkins

Infizierte könnten mit einem Pockenvakzin geimpft werden, sagte die Chefin der UK Health Security Agency (UKHSA). "Wir verwenden es bei Personen, von denen wir glauben, dass sie ein hohes Risiko haben, Symptome zu entwickeln", sagte Hopkins. "Wir verwenden es frühzeitig, insbesondere innerhalb von vier oder fünf Tagen, nachdem Symptome entwickelt wurden." Bei Kontaktpersonen werde dadurch das Risiko einer Erkrankung verhindert.
 

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