Dianas Fahrer durfte im Dienst trinken

Sonderstatus

Dianas Fahrer durfte im Dienst trinken

Der Fahrer von Prinzessin Diana durfte laut einem früheren Manager des Ritz-Hotels in Paris im Dienst trinken.

"Niemandem war es erlaubt, während der Dienstzeit Alkohol zu trinken, aber Henri Paul genoss einen Sonderstatus", sagte Thierry Rocher, ehemaliger Nachtmanager des Hotels, in dem Diana und ihr Freund Dodi Fayed vor ihrem Unfalltod abgestiegen waren, am Dienstag im Londoner Untersuchungsverfahren.

"Enge Beziehungen zur Familie"
Er sei dagegen gewesen, Paul den Mercedes fahren zu lassen, sei ihm gegenüber aber nicht weisungsbefugt gewesen, sagte Rocher. Der Sonderstatus sei durch enge Beziehungen Pauls zur Familie Fayed begründet gewesen, der auch das Ritz gehört.

Betrunken und zu schnell unterwegs
Eine britische und eine französische Untersuchung kamen zu dem Ergebnis, dass der Fahrer für den Tod Dianas und Fayeds verantwortlich war, weil er getrunken hatte und zu schnell fuhr. Der Mercedes verunglückte am 30. August 1997 nach einer Verfolgungsjagd durch Fotografen im Alma-Tunnel in Paris. Bei Paul, der den Unfall ebenfalls nicht überlebte, wurde ein hoher Blutalkoholwert festgestellt.

Das voraussichtlich sechs Monate andauernde Untersuchungsverfahren in London war am 2. Oktober eröffnet worden und soll Licht in die ungeklärten Umstände des Vorfalls bringen. Es handelt sich nicht um einen Prozess, da es weder Angeklagte noch eine Verurteilung gibt.

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