Die teuersten Länder zum Leben: Das sind die Top 10

Miete, Lebensmittel, Restaurantbesuche

Die teuersten Länder zum Leben: Das sind die Top 10

Jedes Jahr erstellt die Datenbank „Numbeo“ auf Basis von mehr als 560.000 Nutzern Weltweit ein Ranking mit den teuersten Ländern zum Leben. Doch wo ist es am teuersten?

Aktuell befindet sich das teuerste Domizil in Europa, um genauer zu sein im Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien. Es handelt sich um die Kanalinsel Jersey, die als Kronbesitz der britischen Krone zwar theoretisch direkt unterstellt ist, aber schon längere Zeit als autonom gilt.

Steueroase Jersey

 Die Lebenshaltungskosten auf Jersey sind laut „Numbeo“ derzeit die höchsten weltweit. Allen voran Lebensmittel und Restaurantbesuche sind sehr teuer. Dafür profitieren die Einwohner von einem unkomplizierten Einkommensteuersystem, jeder Bewohner der Insel zahlt pauschal 20 Prozent. Es gibt auf Jersey laut dem „Manager Magazin“ weder eine Mehrwertsteuer, noch eine Vermögensteuer, Kapitalertragsteuer oder Erbschaftsteuer. Jersey gilt deshalb auch als Steueroase.

Um eine Vergleichbarkeit der Daten zu ermöglichen, wurde das Preisniveau in New York mit dem Wert 100 angesetzt und als Basis genommen. Demnach ist Jersey mit einem Index von 155,59 bei den Lebenshaltungskosten um 55,59 Prozent teurer als der Big Apple. Gefolgt wird Jersey von Bermuda, das in den vergangenen Jahren stets Platz 1 im „Numbeo“-Ranking der teuersten Länder belegt hatte. Mit einem Index von 145,07 ist Bermuda noch immer um einiges teurer als New York.

Hier die Top 10 der teuersten Ländern laut „Numbeo“

  1.  Jersey (155,59)
  2. Bermuda (145,07)
  3. Schweiz (131,75)
  4. Norwegen (106,09)
  5. Island (96,77)
  6. Dänemark (91,67)
  7. Luxemburg (88,28)
  8. Japan (87,77)
  9. Israel (86,63)
  10. Bahamas (85,85)

In diesen Ländern ist es günstig zu leben

Möchte man sehr niedrige Lebenshaltungskosten haben, muss man nach Pakistan ziehen. Das Land mit mehr als 200 Millionen Einwohnern, gilt als das preiswerteste Land der Welt. Dort zahlen die Menschen für die ausgewählten Güter, Dienstleistungen und die Miete im Schnitt knapp 80 Prozent weniger als in New York. Ähnlich günstig ist es in Libyen (22,32) und Kirgistan (22,98).

Hier die Top 10 der günstigsten Ländern laut „Numbeo“

  1.  Pakistan (21,59)
  2. Libyen (22,32)
  3. Kirgisistan (22,98)
  4. Indien (25,16)
  5. Afghanistan (26,33)
  6. Usbekistan (27,12)
  7. Georgien (28,05)
  8. Sambia (28,06)
  9. Algerien (28,31)
  10. Nepal (28,86)

 

Kritik an Bewertung

Die Zahlen von „Numbeo“ sind mit Vorsicht zu genießen. Bei der Ermittlung der Verbraucherpreise ist der Warenkorb entscheidend, der berücksichtigt wird. Hier fließen auch immer Faktoren ein, die einen länderübergreifenden Vergleich schwierig machen. Zum Beispiel, dadurch das  Alkohol im Iran verboten ist und dessen Konsum harte Strafen zur Folge haben kann, spielt der Kauf von Alkohol im Alltag der Iraner eine viel geringere Rolle als etwa in Österreich oder Deutschland. Dennoch taucht Bier im Warenkorb von „Numbeo“ auf und wird mit einem Preis beziffert. So kostet es im Iran, wie die Datenbankabfrage zeigt, zwischen 4,32 Euro und 6,92 Euro  was in etwa den Schwarzmarktpreisen entspricht. Das bedeutet der Alkohol ist 44 bis 130 Prozent teurer als in Österreich und Deutschland

Ein weiteres Problem stellt die unglaubliche Masse an Daten dar, die bei „Numbeo“ erfasst wird und die im Detail nicht überprüfbar ist. Je weniger Nutzer Preise eingeben, desto höher ist die potenzielle Fehlerquote. Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, nimmt „Numbeo“ nur Daten, die nicht älter als 18 Monate sind.

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