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Pazifik

Entwarnung nach Tsunami-Alarm

Genau zwei Jahre nach der Katastrophe in Asien ließ ein Erdbeben vor Taiwan Schlimmes befürchten. Die erwartete Flutwelle blieb jedoch aus.

Am Jahrestag der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean hat ein schweres Beben vor Taiwan die asiatische Pazifik-Region in Angst und Schrecken versetzt. Die Erdstöße am Dienstag ließen zunächst eine Flutwelle auf die Philippinen zuwandern. Die Behörden lösten Tsunami-Alarm aus, nach rund zwei Stunden konnten die Meteorologen allerdings wieder Entwarnung geben. "Die erwarteten Wellen kamen nicht", erklärte der japanische Wetterdienst, "die Gefahr ist vorbei".

Ein Todesopfer
Der Erdstoß vor Taiwan hatte nach unterschiedlichen Messungen eine Stärke von 6,7 bis 7,1, kurz später folgte ein Nachbeben der Stärke 7,0. Die Erdstöße waren auf der Insel deutlich zu spüren. Aus der südtaiwanesischen Stadt Pintung wurden ein Toter und mehrere Verletzte gemeldet, nachdem ein viergeschossiges Haus zusammengebrochen war. Straßen rissen auf, gerissene Stromkabel lösten mehrere Brände aus. In einigen Regionen brach die Telefonverbindung zusammen.

Noch in der Hauptstadt Taipeh im Norden schwankten Hochhäuser, Gegenstände fielen aus Regalen. Das Epizentrum des Bebens lag 23 Kilometer südwestlich von Hengchun an der Südspitze der Insel Taiwan.



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