Ex-Knackis als Security für Touristen

Kreatives Neapel

Ex-Knackis als Security für Touristen

Das Projekt für einen Neueinstieg in die Arbeitswelt sorgt für Unruhe bei den Tourismus-Verbänden.

Die Stadt Neapel will Touristen besser vor der Kriminalität bewahren. Speziell ausgebildete Ex-Sträflinge sollen tagsüber die touristischen Stätten überwachen und Touristen vor Taschendieben und Überfällen schützen. Eingesetzt werden 70 ehemalige Häftlinge, die im Rahmen eines Projekts für ihren Neueinstieg in die Arbeitswelt für die Sicherheit der Touristen ausgebildet wurden. Sie tragen ein gelbes T-Shirts und ein Erkennungsschild. Sie handeln unter Aufsicht von Fachleuten, die sie betreuen. Finanziert wird das Projekt von der Region Kampanien.

Experten
"Wer als ein Ex-Sträfling kennt besser die Gefahren einer Stadt? Wir hoffen, dass sich weitere ehemalige Sträflinge an diesem Projekt beteiligen werden", sagte das für Ausbildungsfragen verantwortliche Ausschussratsmitglied der Region Kampanien, Corrado Gabriele. Es sei wichtig, Ex-Sträflingen eine Arbeit zu geben, bevor sie in die Fallen der organisierten Kriminalität geraten.

Tourismus-Branche entsetzt
Die Initiative sorgte für Debatten. "Wer mit Touristen zu tun hat, muss bestimmte Umgangsformen haben und Sprachen können. Wir fragen uns, wie diese Ex-Sträflinge wirklich zum Umgang mit ausländischen Touristen ausgebildet werden", sagte ein für Tourismusfragen zuständige Ratsmitglied der Gemeinde Neapels, Valeria Valente.

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