"Koffermörder" in Haft

Deutschland

"Koffermörder" in Haft

Sieben Monate nach dem mysteriösen Fund einer verkohlten Leiche in einem Rollkoffer hat die Berliner Polizei einen Verdächtigen gefasst.

Polizei und Generalstaatsanwaltschaft meldeten am Dienstag, ein 17-Jähriger sei verhaftet worden. Er sei dringend verdächtig, der 14-jährigen Schülerin eine tödliche Dosis Rauschgift überlassen zu haben. Der Verdächtige befindet sich bereits seit Anfang Oktober in einem anderen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betäubungsmittelhandels in Untersuchungshaft.

17-Jähriger gibt Tat nicht zu
Der 17-Jährige bestreitet die Tatvorwürfe. Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen den Angaben zufolge, ob er auch für die Verbrennung der Leiche verantwortlich ist. Vorgeworfen wird ihm, dem Mädchen den Konsum einer hochdosierten Heroinprobe ermöglicht haben. Er habe um die Gefährlichkeit der Droge gewusst und so letztlich den Tod des Mädchens leichtfertig verursacht. Nachdem die Wirkung des Heroins bei dem Mädchen eingesetzt habe, habe er keine Maßnahmen zur Rettung unternommen. Er habe so seine mutmaßliche Tätigkeit als Dealer nicht enttarnen wollen.

Leiche im Koffer
Mitte April war die Leiche in einem ausgebrannten Koffer, der mit Benzin übergossen worden war, gefunden worden. Passanten hatten die völlig verkohlte Leiche in einem Park in Neukölln entdeckt. Die 14-Jährige hatte mit ihrer Mutter im selben Stadtteil gewohnt. Sie war als Drogenkonsumentin zuvor schon einige Male mit Eigentumsdelikten bei der Polizei aufgefallen.

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