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Wiedergutmachung

Maddie-Verdächtiger erhält 550.000 Pfund

Robert Murat war lange einer der Hauptverdächtigen im Fall des Verschwindens der kleinen Maddie McCann. Nun kann er sich über viel Geld freuen.

Wie bereits die Eltern der in Portugal verschwundenen Madeleine hat jetzt ein weiterer Verdächtiger in dem Fall von britischen Zeitungen hohe Wiedergutmachungen erstritten. Insgesamt elf Blätter müssten dem 34-jährigen Robert Murat zusammen ungefähr 550.000 Pfund zahlen und sich öffentlich bei ihm entschuldigen, berichtete der Sender BBC am Dienstag.

Vorwürfe an Zeitungen
Der in Portugal lebende Makler und Bauberater hatte den Zeitungen vorgeworfen, sie hätten den Eindruck erweckt, dass er tatsächlich etwas mit dem Verschwinden der seinerzeit drei Jahre alten Madeleine zu tun habe. Murat wohnte damals in einem Haus unweit der Ferienwohnung, aus der das Mädchen am 3. Mai 2007 verschwand. Er hatte sich den Eltern Madeleines, Kate und Gerry McCann, zunächst als Übersetzter und Helfer zur Verfügung gestellt, war dann aber von den Ermittlern offiziell als Verdächtiger eingestuft worden.

Später wurden auch die McCanns zu "Arguidos" (Verdächtigen) erklärt. Nach der Vorlage eines Abschlussberichtes der portugiesischen Polizei, die den Fall nicht aufklären konnte, wird inzwischen damit gerechnet, dass diese Einstufung Murats sowie der McCanns offiziell aufgehoben wird.

Entschädigung für McCanns
Die Eltern Madeleines hatten im März mit Verleumdungsklagen erhebliche Entschädigungsleistungen von britische Zeitungen durchgesetzt. Sie mussten 550.000 Pfund zahlen und auf ihren Titelseiten Entschuldigungen dafür drucken, dass sie die McCanns fälschlicherweise als Eltern dargestellt hatten, die am Verschwinden ihrer Tochter schuld sind. Das gesamte Geld wurde nach Angaben der Eltern an den Fonds für die Suche nach Madeleine überwiesen.

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