Im Umland von Kiew sind bei schweren russischen Angriffen mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern in der Nacht auf Samstag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.
Die Anzahl der Verletzten belaufe sich auf 15. "Drei davon sind schwer verletzt, zwei werden gerade operiert", schrieb der Gouverneur der Region, Mykola Kalaschnyk, bei Telegram. Am schwersten getroffen wurden demnach die Landkreise um die Städte Browary und Obuchiw.
Insgesamt wurden laut Kalaschnyk etwa 30 Objekte getroffen und beschädigt, darunter private Wohnhäuser, größere Wohnblocks, Schulen, ein Kindergarten, Infrastrukturanlagen und Fahrzeuge. Auch die Hauptstadt Kiew selbst ist nach Medienberichten von den Folgen der Attacke betroffen. Wegen Stromausfällen fahren Straßenbahn und Autobusse in mehreren Stadtbezirken nicht.
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Verletzte bei ukrainischen Angriffen in Südrussland
Die ukrainischen Streitkräfte griffen unterdessen nach russischen Angaben in der Nacht auf Samstag eine Ölraffinerie und einen Hafen in der südrussischen Oblast Krasnodar mit Drohnen an. Beim Beschuss des Hafens Kawkas seien drei Menschen verletzt worden, teilen die Behörden in Krasnodar auf Telegram mit. Ein Serviceschiff und die Pieranlage seien beschädigt worden. Der Hafen wird für den Umschlag von Getreide und Flüssiggas genutzt und liegt an der Straße von Kertsch gegenüber der bereits 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim. Zudem sei in der Afipski-Ölraffinerie nach einem Drohnentreffer ein Feuer ausgebrochen, heißt es in einer separaten Mitteilung der Behörden.
Das russische Verteidigungsministerium teilt zudem mit, es habe in der Nacht 87 ukrainische Drohnen abgeschossen, davon 31 über dem Asowschen Meer und 16 über der Oblast Krasnodar. Das Asowsche Meer ist durch die Straße von Kertsch mit dem Schwarzen Meer verbunden.