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Japan

Mindestens acht Tote durch Taifun

Der Taifun "Shanshan" hat am Wochenende im Südwesten Japans mindestens acht Menschen in den Tod gerissen und mehr als 200 verletzt.

Mit Windgeschwindigkeiten von etwa 144 Kilometern pro Stunde nahe seinem Zentrum traf der Wirbelsturm am Sonntagabend (Ortszeit) auf die Hauptinsel Kyushu und richtete mit heftigen Regenfällen und starken Sturmböen hohen Schaden an.

Dutzende Menschen in Nobeoka in der Provinz Miyazaki wurden durch berstende Fensterscheiben und einstürzende Häuser verletzt. In der Provinz Yamaguchi wurden 93.500 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich vor den Naturgewalten in Sicherheit zu bringen.

Expresszug durch Böen entgleist
Heftige Böen brachten außerdem einen Expresszug zum Entgleisen. Fünf Fahrgäste und der Zugführer erlitten nach Angaben der Polizei Verletzungen. In der Provinz Fukuoka starb ein 39-Jähriger, als ein Container umstürzte. In der Stadt Hiroshima wurde am Sonntag ein Mitglied der Feuerwehr tot in einem Fluss gefunden. Ein Lokalreporter galt weiter als vermisst. Zuvor waren drei Menschen in der auf Kyushu gelegenen Provinz Saga und drei weitere Menschen in Nobeoka ums Leben gekommen. In der südlichen Inselprovinz Okinawa und auf Kyushu erlitten laut Medien mehr als 200 Menschen Verletzungen.

500 Flüge gestrichen
Nach Angaben der Fluggesellschaften mussten am Sonntag 500 Flüge nach und von Kyushu gestrichen werden. Auch der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen und anderen Bahnen in der Region wurde eingestellt, wie Medien weiter berichteten. Die Behörden warnten die Menschen in mehreren Regionen vor Überschwemmungen in Folge der heftigen Regenfälle und starke Winden.

Der 13. Taifun der Saison bewegte sich in der Zwischenzeit mit einer Geschwindigkeit von etwa 35 Kilometern in der Stunde weiter in nordöstliche Richtung.

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