Onassis-Erbin verkauft Familieninsel

120 Millionen Euro

Onassis-Erbin verkauft Familieninsel

Bill Gates hat bereits Interesse an dem griechischen Eiland Skorpios bekundet.

Die Enkelin des griechischen Großreeders Aristoteles Onassis, Athina, will Medien zufolge die Familieninsel Skorpios verkaufen. Das rund 80 Hektar große Eiland im Ionischen Meer sei für etwa 120 Millionen Euro im Angebot, hatten britische Zeitungen vor einigen Tagen berichtet. Angeblich habe Microsoft-Gründer Bill Gates Interesse an der Insel und sie im Juli bereits besucht.

Griechen sind dagegen
Die Griechen dagegen, die die Milliarden-Besitztümer der Onassis-Dynastie als Nationaleigentum betrachten, sind von den Verkaufsplänen nicht begeistert: "Unsinn! Athina will und kann die Insel nicht verkaufen. Onassis hatte es in seinem Testament klar bestimmt. Die Insel kann nicht verkauft werden", empörte sich der Bürgermeister der Region, Theodoros Verykios, am Montag im staatlichen Rundfunk. Der Unterhalt der Insel kostet jährlich rund 1,5 Millionen Euro.

Ein enger Vertrauter der Familie Onassis erläuterte dagegen am Montag griechischen Zeitungen, die Insel könne "sehr wohl verkauft werden". Onassis habe in seinem Testament lediglich die Veräußerung einer kleinen Kapelle verboten, in der sich sein Grab und die Gräber seines Sohnes Alexandros und seiner Tochter Christina befinden. Der Großreeder war 1975 an einer Lungenentzündung gestorben. Sein Sohn kam 1973 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Seine Tochter, die Mutter von Athina, war tablettensüchtig und starb 1988.

Sechs Milliarden Euro Vermögen
Das Vermögen von Athina, der Alleinerbin von Onassis, wird auf etwa sechs Milliarden Euro geschätzt. Bereits in den vergangenen Monaten hatte Athina einige Immobilien ihrer Familie in Griechenland sowie große Teile des Familienschmucks verkauft. Die 24-Jährige lebt in der Schweiz und in Brasilien. Sie ist nicht in Griechenland aufgewachsen und spricht auch kaum griechisch. Boulevardmedien des Landes befürchten, dass Athina sich demnächst völlig aus Griechenland zurückziehen könnte.

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