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In New York

9/11-Drahtzieher vor Gericht

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Khalid Sheikh Mohammed und vier weitere Guantanamo-Häftlinge müssen sich verantworten.

Der mutmaßliche Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheikh Mohammed, und vier weitere Guantánamo-Häftlinge werden in New York vor ein ziviles Gericht gestellt. Er erwarte, dass die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe fordern werde, erklärte Justizminister Eric Holder am Freitag vor Journalisten.

Der Prozess werde in einem New Yorker Gericht verhandelt werden, nur wenige Straßen vom Ort der Anschläge auf das World Trade Center entfernt. Fünf andere Verdächtige müssten sich einer Militärkommission stellen, sagte Holder.

Obama: Im Sinne der nationalen Sicherheit
Neben Sheikh Mohammed wird im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September auch Waleed bin Attash, Ramzi Binalshibh, Mustafa Ahmad al-Hawsawi und Ali Abd al-Aziz Ali der Prozess vor einem Zivilgericht in New York gemacht werden.

US-Präsident Barack Obama sagte während seines Besuchs in Tokio, dies sei sowohl eine juristische wie auch eine Entscheidung im Sinne der nationalen Sicherheit. Er sei absolut zuversichtlich, dass Sheikh Mohammed das volle Maß der Gerechtigkeit widerfahren werde.

Wochenlanger Transfer
Die Überstellung von mutmaßlichen Topterroristen vor ordentliche Gerichte ist ein entscheidender Bestandteil von Präsident Barack Obamas Plan, das Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba zu schließen. Der Präsident wollte das Lager binnen eines Jahres nach seinem Amtsantritt schließen lassen. Regierungsbeamte gehen jedoch davon aus, dass die Frist bis Ende Jänner nicht einzuhalten sein wird. Weil bisher formal keine Anklage gegen die meisten Häftlinge erhoben wurde, dürfte sich ihr Transfer in die Vereinigten Staaten über Wochen hinziehen.

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