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Genozid-Klage

Anklage gegen jugslawische 13 Ex-Offiziere

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Den Männern wird vorgeworfen ohne Militärbedarf den Befehl zum Beschuss der Stadt Osijek gegeben zu haben.

In Osijek ist eine Kriegsverbrechenanklage gegen 13 ehemalige hohe Offiziere der jugoslawischen Streitkräfte erhoben worden. Wie am heutigen Dienstag Belgrader Medien berichteten, wird dem einstigen jugoslawischen Oberst Bora Ivanovic und weiteren zwölf Offizieren angelastet, zwischen Juni 1991 und Mai 1992 ihren Untergeordneten aus dem damaligen jugoslawischen Novi-Sad-Korps ohne jeglichen Militärbedarf Befehle zur Beschießung von Osijek und umliegenden Siedlungen erteilt zu haben.

Bei den "systematischen Zerstörungen" seien 307 Zivilisten ums Leben gekommen, weitere 171 Personen verletzt worden. Mindestens 1.188 Häuser wurden demnach beschädigt. Der angerichtete Sachschaden wird auf mehrere hundert Millionen Euro bewertet. Die angeklagten Offiziere werden in Serbien vermutet.

Der Internationale Gerichtshof entscheidet heute Dienstag über seine Zuständigkeit in einer im Jahr 1999 eingereichten Genozid-Klage Kroatiens gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien, deren Nachfolgestaat Serbien ist. Belgrad bestreitet die Kompetenz des Gerichtes in diesem Fall, da das einstige Jugoslawien zwischen 1992 und 2000 von den Vereinten Nationen suspendiert war.

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