154 Festnahmen

Ausschreitungen bei Anti-Regierungs-Demo in Sofia

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Die Demonstranten fordern den Rücktritt des Regierungschefs, 154Personen wurden verhaftet.

Während einer von Ausschreitungen begleiteten Anti-Regierungs-Demonstration in der bulgarischen Hauptstadt Sofia sind am Mittwoch 154 Teilnehmer nach offiziellen Angaben festgenommen worden. Sie hätten Sprengsätze bei sich getragen, hieß es. 33 Menschen wurden verletzt, darunter zwölf Polizisten. Vor dem Parlamentsgebäude hatten sich etwa 1.000 Demonstranten versammelt, darunter Studenten und Pensionisten. Sie forderten den Rücktritt von Regierungschef Sergej Stanischew und Neuwahlen.

Demonstration warfen Schneebälle, leere Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper auf das Parlamentsgebäude sowie gegen Sicherheitskräfte. Zudem versuchten sie, Absperrungen zu entfernen. Eine Scheibe des Parlamentsgebäudes, in dem die Abgeordneten zu einer Sitzung zusammengekommen waren, ging während der Ausschreitungen zu Bruch. Die mit Schutzschilden ausgestattete Polizei hielt die Menge mit Schlagstöcken vom Parlament fern.

Die Stadtgemeinde Sofia ordnete einen Stopp der Proteste an. "Es gab einen schweren Verstoß gegen die öffentliche Ordnung", sagte Hauptkommissar Pawlin Dimitrow. Zu dem Protest hatte ein Initiativkomitee im Internet aufgerufen. Die Demonstranten wandten sich u.a. gegen die Korruption im Land. Die Studenten protestierten auch wegen der Ermordung eines Hochschülers Anfang Dezember. In der zweitgrößten Stadt des Landes, Plowdiw, verliefen Studentenproteste am Mittwoch friedlich.

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