Bush könnte vom Kriegspräsidenten zur "lahmen Ente" mutieren.(c)AFP PHOTO/Mandel NGAN

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Bush verurteilt Attentat auf Gemayel

US-Präsident George W. Bush hat das Attentat auf den libanesischen Industrieminister Pierre Gemayel scharf verurteilt.

Zugleich warf er Syrien und dem Iran vor, die Regierung in Beirut destabilisieren zu wollen, ohne beide Länder jedoch direkt für die Bluttat verantwortlich zu machen. Bush rief am Dienstag auf Hawaii den UN-Sicherheitsrat auf, "noch heute" alle verbleibenden Schritte zur Errichtung eines Tribunals zu unternehmen, vor dem der Mord am libanesischen Premierminister Rafik al-Hariri 2005 und andere Gewalttaten juristisch aufgearbeitet werden sollen.

"Wir unterstützen die Regierung von (Ministerpräsident Fouad) Siniora und ihre (der Libanesen) Demokratie (...) und ihre Anstrengungen, ihre Demokratie gegen Versuche von Syrien, dem Iran und deren Verbündeten zu verteidigen, Instabilität und Gewalt zu schüren", sagte Bush. Der Staatssekretär im US-Außenministerium, Nicholas Burns, hatte zuvor erklärt, Ziel bleibe ein Libanon, der vom Einfluss Syriens sowie von einer Politik der Gewalt und Anschläge befreit werde. Die internationale Gemeinschaft müsse helfen, damit die Einheit des Libanons erhalten bleibe.

US-Außenministerin Condoleezza Rice sprach Siniora nach Angaben ihres Sprechers telefonisch ihr Beileid aus. Sie habe dem Regierungschef in dem Telefonat zugesichert, dass die USA weiterhin "die libanesische Demokratie und die Regierung Siniora" unterstützen wollten, sagte der Sprecher weiter.

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