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Spannung steigt

Erste Parlamentswahl auf Malta seit EU-Beitritt

Erstmal seit Aufnahme in die Europäische Union wählt der Inselstaat. Experten warten gespannt auf die Trends am Sonntag.

Auf Malta wird am Samstag zum ersten Mal seit dem Beitritt des Inselstaates zur Europäischen Union 2004 ein neues Parlament gewählt. Dabei beherrschte ein Thema den hart geführten Wahlkampf: Die Frage, ob die frühere britische Kolonie nach zwei Jahrzehnten einer fast ununterbrochen Herrschaft der Nationalistischen Partei von Ministerpräsident Lawrence Gonzi einen Wandel braucht. Den fordert die sozialistische Arbeiterpartei von Alfred Sant.

Weitere wichtige Themen im Wahlkampf waren vor allem innenpolitische Fragen wie der Kampf gegen Korruption, Gesundheits-und Umweltpolitik. Wahlberechtigt sind mehr als 300.000 Menschen. Sie entscheiden über die Vergabe von 65 Sitzen. 2003 gewannen die Nationalisten 34 und die Arbeiterpartei 31 Mandate.

Neben den beiden großen Parteien treten auch noch zwei kleinere an: die rechtsgerichtete Nationale Aktion und die Grünen. Die Nationalisten regieren seit 1987, mit einer kurzen Unterbrechung von 22 Monaten zwischen 1996 und 1998, als die Arbeiterpartei unter Sant als Ministerpräsident an der Macht war.

Die Wahllokale sind von 07.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet. Ergebnisse werden erst für Sonntag erwartet. Wählernachfragen am Wahltag soll es nicht geben.



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