Der iranische Präsident Ahmadinejad.

US-Geheimdienstbericht

Irans Führung über Atombombe zerstritten

Schärfere Sanktionen könnten die Spaltung der Führungsriege noch verstärken.

Die US-Geheimdienste sehen einem Zeitungsbericht zufolge deutliche Meinungsverschiedenheiten innerhalb der iranischen Führung über den möglichen Bau von Atomwaffen.

Wie das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf ein gemeinsames Dossier der US-Geheimdienste berichtet, herrscht im Führungszirkel in Teheran eine "heftige Debatte" darüber, ob am Ende des Nuklearprogramms der Griff nach der Atombombe stehen soll.

Den Angaben zufolge könnten schärfere internationale Sanktionen die Spaltung der Führungsriege noch verstärken. Mehrere hochrangige iranische Vertreter befürchten demnach, dass die Sanktionen die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtern, was der Opposition in die Hände spielen könnte.

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist das zurück. Der UN-Sicherheitsrat verhängte bereits vier Sanktionsrunden gegen den Iran, die USA und die EU haben darüber hinaus weitere Strafmaßnahmen ergriffen.
 

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