Libanon

Kein Hisbollah-Entwaffnungsbefehl

Das Oberkommando der libanesischen Streitkräfte hat Berichte dementiert, nach denen die Armee von Ministerpräsident Fouad Siniora angewiesen worden sei, Waffen der Hisbollah zu beschlagnahmen.

In einem in Beirut veröffentlichten Kommuniqué wandte sich die Armeespitze laut "L'Orient-Le Jour" (Online-Ausgabe) gegen entsprechende Äußerungen von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah vom Donnerstag. Die Armee habe "nie aufgehört, den Widerstand zu unterstützen", der vor und während der israelischen Sommeroffensive "dem Aggressor die Stirn geboten" habe, heißt es in der Erklärung. Oberkommandierender der multikonfessionellen libanesischen Streitkräfte ist der christliche General Michel Sleimane.

Die libanesische Armeeführung betrachte diese Klarstellung als "nationale Verpflichtung" und rufe dazu auf, das "Missverständnis" auszuräumen, um die "nationale Einheit" zu wahren, heißt es in dem Kommuniqué. In einer ersten Reaktion erklärte die Hisbollah-Führung, sie verstehe die "Verlegenheit", in der sich das Armee-Oberkommando befinde. Die Schiiten-Bewegung unterstrich zugleich ihre Verbundenheit mit den Streitkräften"als Institution" und ihren Willen, deren Ansehen in der Bevölkerung hochzuhalten.

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