Die israelische Armee hat mit einem Spezialeinsatz iranische und syrische Waffenlieferungen an die Hisbollah verhindert.
Die zwischen Israel und der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz bestehende Waffenruhe im Libanon erweist sich als brüchig: Erstmals seit ihrem Inkrafttreten vor fünf Tagen haben israelische Soldaten am Samstag tief im Inneren des Libanons eine Kommandoaktion unternommen und sich ein Gefecht mit Hisbollah-Milizionären geliefert. Dabei seien ein israelischer Offizier und drei Hisbollah-Kämpfer getötet sowie zwei weitere israelische Soldaten verletzt worden, bestätigten libanesische und israelische Quellen.
Waffenschmuggel
Ziel der Operation sei es gewesen, den Schmuggel von Waffen aus Syrien und dem Iran zu unterbinden, erklärte ein israelischer Militärsprecher in Tel Aviv. Dies sei auch gelungen. Unter dem Schutz von vorgetäuschten Luftangriffen hatten israelische Hubschrauber in der Nacht zwei gepanzerte Hummer-Geländefahrzeuge etwa 100 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt im Ostlibanon abgesetzt, berichtete die libanesische Polizei. Israelische Soldaten seien dann ins rund 30 Kilometer von der Stadt Baalbek entfernte Dorf Bodai gefahren, wo sie sich ein Gefecht mit Hisbollah-Milizionären geliefert hätten.
Unterdessen landeten am Morgen die ersten von zunächst 200 französischen Soldaten im südlibanesischen Hafen Nakura, die die UN-Friedenstruppe UNIFIL im Libanon verstärken sollen. Die rund 50 Mann umfassende Vorhut würde schweres Gerät an Land bringen, bestätigte ein UNIFIL-Sprecher. Am Montag vergangener Woche war nach 33-tägigen heftigen Kämpfen im Libanon eine Waffenruhe in Kraft getreten, die als äußerst brüchig gilt. Israel hatte seine Luftangriffe im Libanon eingestellt, die radikal-islamische Hisbollah ihrerseits ihre Raketenattacken auf israelische Städte.