Jetzt sind UN am Zug

Kongo-Rebellen wollen sich zurückziehen

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Neue Hoffnung auf Frieden im Kongo: Die Tutsi-Rebellen wollen sich zurückziehen - die UN sollen eine Pufferzone einrichten.

Die Tutsi-Rebellen im Kongo haben einen Rückzug angekündigt, um eine Friedensinitiative der UN zu unterstützen. Die CNDP unter der Führung von Laurent Nkunda erklärte am Dienstag, ihre Kämpfer würden "einseitig und sofort" an zwei Fronten 40 Kilometer zurückweichen. In diesen Zonen sollten nur UN-Soldaten stationiert werden. Am Mittwoch würden Rebellen-Vertreter mit einem Kommandeur der kongolesischen Truppen zusammenkommen, um "jede Gefahr von Konfrontationen" zu vermeiden, hieß es weiter.

Ein Sprecher der UN-Schutztruppe sagte Reuters, die Angaben der Rebellen würden überprüft. Die Trennung der Kampfverbände wäre jedoch ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Tutsi-Rebellen haben sich bei den Kämpfen in den vergangenen Wochen wiederholt gegen die Regierungstruppen von Präsident Joseph Kabila durchgesetzt. Hunderttausende Menschen sind in der Region auf der Flucht.

Nkundas Aufstand begann vor vier Jahren. Er schützt nach eigenen Angaben die Tutsi-Minderheit im Osten Kongos und wirft der Regierung vor, mit Hutu-Rebellen aus Ruanda zusammenzuarbeiten. Die Regierung weist dies zurück und verdächtigt ihrerseits die ruandische Regierung, Nkunda zu helfen. Bei dem Völkermord 1994 in Ruanda wurden 800.000 Tutsi von Hutu-Milizen getötet.

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