Mann zündet sich vor Thailands Parlament an

Feuriger Protest

Mann zündet sich vor Thailands Parlament an

Ein Schmiergeldskandal erschüttert Thailand. Aus Protest gegen die Machenschaften hat sich ein Mann in Bangkok angezündet. Er überlebte die Aktion.

Aus Protest gegen mutmaßliche Schmiergeld-Zahlungen hat sich vor dem thailändischen Parlament ein Mann selbst angezündet und dabei schwerwiegende Verletzungen davongetragen. Der 44-Jährige habe sich vor dem Parlamentsgebäude in Bangkok mit Benzin übergossen und dieses angezündet, teilte die Polizei am Freitag mit. Dabei habe der Mann an mehr als 90 Prozent seiner Haut Verbrennungen erlitten. Er wurde laut Polizei in äußerst kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert und konnte wegen der Schwere der Verletzungen nicht zu seinen Beweggründen befragt werden.

Medienberichten zufolge wollte der Mann mit seiner drastischen Tat den Rücktritt von Parlamentspräsident Yongyut Tiyapairat fordern, der sich vor Thailands Obersten Gericht wegen Schmiergeldzahlungen verantworten muss. Der Politiker soll örtliche Behördenvertreter im Norden des Landes bezahlt haben, damit diese im Vorfeld der Parlamentswahl im Dezember für die People Power Party (PPP) werben, die aus der Partei Thai Rak Thai des ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra hervorgegangen war. Ein Polizeisprecher betonte jedoch, dass der Aktivist keinerlei ausdrücklichen Forderungen mit seiner Selbstverbrennung verknüpft habe. Yongyut hatte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen

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