Ground Zero

5 Jahre nach 9/11

New Yorker befürchten weitere Anschläge

Laut einer aktuellen Umfrage befürchten die meisten New Yorker, erneut ins Visier von Extremisten zu geraten.

Ein Drittel der New Yorker erklärte fünf Jahre nach 9/11 in einer von der Zeitung "New York Times" und des Senders "CBS" durchgeführten Umfrage, noch nicht zur täglichen Routine zurückgefunden zu haben. In einer landesweiten Umfrage hingegen gaben lediglich 22 Prozent der Befragten an, sehr besorgt über mögliche weitere Anschläge zu sein.

Leiden unter Folgen der Anschläge
69 Prozent der Befragten gaben an, "äußerst beunruhigt" zu sein, dass ihre Heimatstadt wieder Ziel eines Anschlags werde. Fast ein Drittel der rund 800 Befragten sagte, noch immer jeden Tag an die Ereignisse vom 11. September denken zu müssen.

Zu wenig Schutz
Mehr als 70 Prozent der befragten New Yorker sind der Ansicht, dass die US-Regierung mehr für den Schutz der Bevölkerung gegen terroristische Bedrohungen tun sollte.

Experten forderten mehr Evakuierungsübungen, um im Falle erneuter Anschläge besser gewappnet zu sein. "Wir müssen dies üben, üben und üben ", sagte Edward Galea von der University of Greenwich bei einer Konferenz zu den Konsequenzen aus den September-Anschlägen. "In einer Notsituation - einer Situation, in der es um Leben oder Tod geht - sollen Menschen nicht etwas zum allerersten Mal tun - dies wäre eine Vorlage für ein Desaster." Aus einer Studie ging zuletzt hervor, dass 94 Prozent der 1.444 Menschen, die sich aus dem World Trade Center in Sicherheit bringen konnten, niemals an einer Übung zur Räumung des Gebäudes teilgenommen hatten. 70 Prozent wussten demnach nicht, wo sich die Notausgänge befinden.

Bei den Anschlägen auf die beiden Türme des World Trade Centers mit entführten Flugzeugen starben 2.759 Menschen.

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