Erste Kritik
Obama sprach von Wandel - und holt alte Bekannte
Obama sprach von Wandel - doch viele wundern sich, dass viele alte Bekannte in sein Team berufen werden. Erste Kritik wird nun laut.
Einen tiefgreifenden Wandel hat Barack Obama versprochen. Bei der Bildung seines Regierungsteams sind bisher aber kaum neue Gesichter zu sehen. Der jetzt als Gesundheitsminister berufene Tom Daschle ist bereits der dritte Insider aus dem Washingtoner Establishment, der in die neue Regierung berufen wird. Und mit Hillary Clinton steht eine weitere Vertreterin der Hauptstadtpolitik auf dem Sprung ins Außenministerium.
Wie an der Börse erscheinen jetzt laufend neue Namen, die steil im Kurs steigen, aber auch plötzlich wieder fallen können. Beim wichtigen Amt des Justizministers und Generalstaatsanwalts läuft alles auf Eric Holder zu, der unter Bill Clinton bereits die Nummer zwei in diesem Ressort war. Der 57-Jährige wäre der erste Schwarze an der Spitze des Rechtswesens in den USA.
Republikaner sind nicht zufrieden
Die Republikaner rümpfen die
Nase ob der bisherigen Besetzung von Kabinettsposten. "Barack Obama
füllt seine Regierung mit langjährigen Washingtoner Insidern",
sagte Alex Conant, der Sprecher des Republican National Committee. "Seit
dem Verlust seines Mandats im Senat hat Tom Daschle für eine große
Lobby-Firma gearbeitet. Für Wähler, die auf neue Gesichter und weniger
Lobby-Beziehungen in der Regierung gehofft haben, ist Daschles Nominierung
eine weitere Enttäuschung."
Obama ernannte auch mehrere Leiter von Arbeitsgruppen für den Regierungsübergang. Um Energie und Umwelt kümmert sich die ehemalige Leiterin der Umweltschutzbehörde (EPA), Carol Browner. Mit der nationalen Sicherheit wurden der ehemalige Bill-Clinton-Berater Jim Steinberg und Susan Rice betraut, die bereits im Wahlkampf außenpolitische Beraterin Obamas war.
Zwei Monate vor dem Regierungswechsel sind für folgende Ressorts meist noch mehrere Namen im Gespräch:
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