Präsidentenwahl in Moldawien gescheitert

Oppositionsboykott

Präsidentenwahl in Moldawien gescheitert

Regierungsschefin Greceanii bekam nur 60 statt der benötigten 61 Stimmen. Die drei Oppositionsparteien boykottieren die Wahl.

In Moldawien ist am Mittwoch die Wahl eines neuen Staatsoberhauptes durch das Parlament am Oppositionsboykott vorerst gescheitert. Die von den regierenden Kommunisten nominierte Kandidatin, die amtierende Regierungschefin Zinaida Greceanii (53), bekam zwar alle 60 Stimmen ihrer Fraktion, wie die Nachrichtenagentur Interfax aus Chisinau meldete. Für die Gültigkeit der Wahl ist jedoch die Präsenz von mindestens 61 der 101 Abgeordneten erforderlich.

Die drei Oppositionsparteien - Liberale, Liberaldemokraten und "Unser Moldawien" - boykottieren die Wahl und wollen eine Wiederholung der von ihnen nicht anerkannten Parlamentswahlen erzwingen. Der bisherige kommunistische Amtsinhaber Vladimir Voronin (67), dem die Verfassung nach zwei Funktionsperioden ein nochmaliges Antreten untersagt, wurde bereits zum neuen Parlamentsvorsitzenden gewählt.

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