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Putins Kriegserklärung

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Gestern, 22.19 Uhr: Der russische Einmarsch in die Ukraine beginnt. 

Moskau/Kiew. Der ­nächste Eklat kam Montag kurz nach 19 Uhr. Russlands Präsident Wladimir Putin kündigte in einer Sitzung seines Sicherheitsrats die Anerkennung der beiden abtrünnigen ukrainischen Provinzen Luhansk und Donezk an. Das heißt: Er ­stärkte die russischen ­Separatisten. Die Zeichen stehen daher auf Invasion.

Fernseh-Rede. Mehr noch: Putin stellt in einer irren TV-Rede (siege Kasten rechts) die Staatlichkeit der Ukraine als Ganzes infrage. Er warf der Ukraine vor, eigene Atomwaffen bauen zu wollen. Dies ­komme Vorbereitungen für einen Angriff auf Russland gleich. Dies könne nicht ignoriert werden. Er bezeichnete sein Nachbarland als US-Kolonie und ­deren Regierung als „Marionetten-Regime“.

Krisensitzung. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Deutschlands Kanzler Olaf Scholz hatten bis zuletzt davor gewarnt und verurteilten Putins Entscheidung. Macron berief sofort in Paris eine Krisensitzung ein. „Ein solcher Schritt stünde „im krassen Widerspruch“ zu den Minsker Abkommen zur friedlichen Beilegung des Konflikts in der Ostukraine und wäre ein „einseitiger Bruch“ dieser Vereinbarungen ­seitens Russlands, hatte Scholz Putin am Telefon gesagt.

Sanktionen. Die EU kündigte Sanktionen an. Das gaben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel in einer gemein­samen Erklärung an. Die USA kündigte Schritte ­gegen Separatisten-Gebiete in der Ostukraine an.

Schlechtes Omen. Der britische Premier Boris Johnson sprach von einem „sehr dunklen Signal. Das ist ein sehr schlechtes Omen.“ Er kündigte an, dass Großbritannien eng an der Seite der Ukraine stehe.
Panzer rollen. Putin hat das Verteidigungsministerium angewiesen, Truppen in die Ukraine zu schicken. In ­Europa herrscht akute Kriegsangst.  

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