Mullen und Balujewski

Überraschung

Russischer Generalstabschef besucht USA

Generalstabschef Balujewski traf sich mit US-Kollege Mullen. Über die Themen wurde keine Angaben gemacht.

Inmitten des Streits um US-Pläne für einen Raketenschild in Osteuropa ist der russische Generalstabschef Juri Balujewski überraschend zu einem Besuch in Washington eingetroffen. Balujewski sei von US-Generalstabschef Michael Mullen am Dienstag mit vollen militärischen Ehren empfangen worden, teilte das Pentagon in Washington mit. "Es war eine sehr fruchtbare, produktive Diskussion, von der beide Seiten profitiert haben", sagte Mullens Sprecher John Kirby. Mullen wolle die Inhalte des Gesprächs jedoch für sich behalten.

Washington und Moskau streiten seit Monaten über die Pläne der USA, in Tschechien eine Radaranlage zu errichten und in Polen Abfangraketen zu stationieren. Russland sieht sich durch das geplante Abwehrsystem in seiner Sicherheit bedroht. Die USA versichern jedoch, die Anlagen dienten der Abwehr eines möglichen Angriffs aus dem Iran. Die Bedrohung durch den Iran war Anfang der Woche durch einen Bericht der 16 US-Geheimdienste relativiert worden. Demnach erscheint der Iran "weniger entschlossen, eine Atomwaffe zu entwickeln", als dies in den vergangenen zwei Jahren angenommen wurde.

Für Spannungen zwischen Moskau und Washington hatte auch die Unterzeichnung eines Gesetzes durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin gesorgt, das eine Aussetzung des Vertrags über die Konventionellen Streitkräfte in Europa (KSE) ab Mittwoch kommender Woche vorsieht.

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