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Kurden-Konflikt

Türkische Armee bleibt länger im Nordirak

Militär-Einsatz gegen kurdische Rebellen: Die Türkei richtet sich auf einen längeren Verbleibt im Nordirak ein.

Die Türkei ist nicht bereit, sich auf einen Zeitplan für den Rückzug ihrer Truppen aus dem Nordirak festlegen zu lassen. Die Soldaten sollen "so lang wie notwendig" auf dem Territorium des Nachbarstaates bleiben, um gegen Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorzugehen, erklärte der türkische Verteidigungsminister Vecdi Gonul am Donnerstag nach Gesprächen mit US-Verteidigungsminister Robert Gates in Ankara. Die Türkei habe jedoch "nicht die Absicht, ein Gebiet zu besetzen". Gates forderte die Türkei neuerlich auf, ihren Einsatz so "kurz und gezielt wie möglich" zu halten.

Einmarsch erfolgte vor einer Woche
Die türkische Armee war vor einer Woche in den Irak einmarschiert, um dort PKK-Stützpunkte auszuschalten. Ankara wirft der autonomen Kurdenregierung im Nordirak vor, nicht entschieden genug gegen die PKK vorzugehen. Die Türkei vermutet rund 4000 PKK-Kämpfer in dem Nachbarland. Von dort aus unternahmen sie in den vergangenen Jahren immer wieder Anschläge und Angriffe auf Ziele in der Türkei. Die USA befürchten, der türkische Einsatz könne den Irak weiter destabilisieren.

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