US-Abgeordnete erhielten günstigere Kredite

Skandal

US-Abgeordnete erhielten günstigere Kredite

Einflussreiche Politiker in den USA haben vom größten US-Hypothekenanbieter Immobilienkredite zu Sonderkonditionen erhalten.

Wie die Zeitung "Washington Post" am Samstag berichtete, wurde die Vorzugsbehandlung direkt vom Direktor der Gruppe Countrywide Financial, Angelo Mozilo, genehmigt. Zu den Nutznießern gehörten demnach Politiker aller Parteien, allen voran der Senator Christopher Dodd, Vorsitzender des Ausschusses für Bankangelegen.

Skandal veröffentlicht
Das Magazin "CondeNast Portfolio" hatte den Skandal am Mittwoch öffentlich gemacht und berichtet, in hausinternen Dokumenten und E-Mails seien die Nutznießer der Vorzugsdarlehen als "die Freunde von Angelo" bezeichnet worden.

"Machen sie eine Ausnahme angesichts der Tatsache, dass der Darlehensnehmer ein Senator ist", zitierte das Magazin aus einer E-Mail von Mozilo. Dabei sei es um den demokratischen Senator Kent Conrad gegangen, der dem Haushaltsausschuss vorsitzt. Laut "Washington Post" hat Mozilo nie ein Geheimnis aus Gefälligkeiten dieser Art gemacht. Dodd und Conrad hätten jedoch dementiert, von irgendeiner Vorzugsbehandlung profitiert zu haben. Countrywide Financial ist der größte Hypothekenfinanzierer in den USA und steht derzeit im Mittelpunkt der US-Immobilienkrise.

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