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Korruptionsverdacht

US-Geschäftsmann bestätigt Zahlungen an Olmert

Morris Talansky bestätigt hohe Geldzuwendungen an den heutigen israelischen Premier Ehud Olmert. Die Opposition fordert dessen Rücktritt.

Der US-Geschäftsmann Morris Talansky hat Geldzuwendungen an den durch eine neue Korruptionsaffäre unter Druck geratenen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert bestätigt. Er habe nie gedacht, dass das illegal sein könnte, sagte Talansky am Sonntagabend im privaten israelischen Fernsehsender "Kanal 10". Auch bestreite er "kategorisch", im Gegenzug für seine Geldzuwendungen auf gute Geschäfte in Israel gesetzt zu haben, fügte der Geschäftsmann hinzu.

Das israelische Justizministerium hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, Olmert habe in den 1990er Jahren als Bürgermeister von Jerusalem sowie als Industrie- und Handelsminister "ungenehmigt" über einen langen Zeitraum "bedeutende Summen" von Talansky erhalten. Olmert hatte daraufhin umgehend seine Unschuld beteuert, zugleich aber erklärt, dass er im Falle einer Anklage zurücktreten werde. Die Opposition forderte seinen Rücktritt und vorgezogene Neuwahlen. Die Affäre erschüttert Israel in einer kritischen Phase des Nahost-Friedensprozesses.

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