James howell

Bitter

Wie ER 80 Mio. Euro in den Müll warf

Seit Jahren versucht James Howell auf der Müllhalde danach zu suchen.

James Howell kann es nicht fassen. Eigentlich hätte er jetzt über 80 Millionen Euro, doch ein Umzug kam ihm dazwischen. Als er 2013 die Wohnung wechselte, sortierte er – wie die meisten – altes Zeug aus. Unter dem vermeintlichen Krempel befand sich auch eine alte Laptop-Festplatte.

Einige Zeit später fiel ihm ein, dass sich auf dieser Festplatte auch Bitcoins befanden – insgesamt 7.500 sogar. Als er sie damals 2010 ergatterte, waren sie nahezu wertlos. Dies hat sich in der Zwischenzeit geändert. Diese 7.500 Bitcoins wären jetzt um die 80 Millionen Euro wert.

Seit vier Jahren kämpft er darum, dass er seine Festplatte auf der örtlichen Müllhalde in Newport City in Wales suchen darf. Dies wird ihm allerdings seit vier Jahren verwehrt. Und das, obwohl James alles versuchte. Er trieb sogar Investoren auf, die ihm die Suche finanzieren würden unter Einhaltung aller Bestimmungen. Zudem hätte er der Stadt sogar 10 Prozent des Geldes versprochen. Aber hier beißt James auf Granit. Etwas, das er einfach nicht verstehen kann. „Sie haben kein Interesse zu helfen, weil die Verantwortlichen mir nie die Chance gaben, ihnen die Situation zu erklären“, erzählt er „Wales Online“.

Die Stadt erklärt ihre sture Haltung damit, dass es durch die Grabungen zu Umweltschäden kommen könnte und es Privatpersonen verboten sei, das Gelände zu betreten, geschweige denn Grabungen durchzuführen. „Die Kosten der Grabung selbst, der Aufbewahrung und Behandlung des Mülls könnten in die Millionen gehen - ohne eine Garantie, dass die Hardware gefunden wird und überhaupt noch funktioniert“, heißt es seitens der Stadt.

Jetzt will James selbst in die Politik gehen und als Stadtrat kandidieren. Dann würde er nach der Festplatte suchen und die Hälfte der Bitcoins seiner Stadt als Wahlversprechen schenken. „Wie kann man 100 Millionen im Boden liegen lassen, wenn links und rechts gespart werden muss?“, fragt er in einem Tweet. Bleibt abzuwarten, ob James wirklich im Müllberg buddeln darf oder nicht.



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