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Wikileaks-Informant will eine Frau sein

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Der verurteilte US-Soldat will laut TV-Sender NBC "Chelsea" heißen.

Der zu 35 Jahren Haft verurteilte Wikileaks-Informant Bradley Manning will künftig als Frau leben. Das ließ der 25-Jährige am Donnerstag über seinen Anwalt David Coombs im TV-Sender NBC mitteilen. "Jetzt, da ich in diese nächste Phase meine Lebens eintrete, möchte ich, dass jeder mein richtiges Ich kennt. Ich bin eine Frau", las Coombs aus einem Brief vor, der mit Chelsea Manning unterschrieben ist.

Manning möchte künftig von allen mit diesem weiblichen Vornamen angesprochen werden. Nur Post für ihn ans Gefängnis solle wie bisher adressiert werden. Er habe sich seit seiner Kindheit so gefühlt und wolle so schnell wie möglich mit einer Hormontherapie beginnen.

Manning ist am Mittwoch für die Weitergabe vertraulicher Dokumente an Wikileaks zu 35 Jahren Haft verurteilt worden, wovon ihm dreieinhalb Jahre abgezogen werden sollen, weil er bereits seit Frühjahr 2010 in Haft gewesen ist. Zusätzlich zu seiner Haftstrafe wurde der 25-Jährige unehrenhaft aus der Armee entlassen und rückwirkend degradiert, wie das US-Militärgericht unter Vorsitz von Richterin Oberst Denise Lind in Fort Meade bei Washington am Mittwoch bekannt gab. Auch seine Pensionsansprüche verliert er. Er hatte als Geheimdienst-Analyst des US-Heeres im Irak Hunderttausende vertrauliche Dokumente an die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben, die sie später veröffentlicht hatte. Darunter war auch ein Video, das einen Hubschrauberangriff auf Zivilisten zeigt.

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