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Düstere Coronavirus-Einschätzung

Wirbel um Merkels Zahlen: Sterben 1,74 Millionen Deutsche?

Deutsche Kanzlerin: '60 bis 70 Prozent in Deutschland werden sich infizieren" 

Deutschland. Nach diesen Worten herrschte Stille bei der Fraktionssitzung der Union: Merkel gab eine Abschätzung, dass sich "60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infizieren" werden. Das wären bei 83 Millionen Deutsche rund 58 Millionen Bürger. Geht man von einer Sterberate von 3 Prozent aus, dann würden unfassbare 1,74 Mio. Deutsche am Covid-19 sterben. 

Die deutsche Kanzlerin ließ sich in den vergangenen Tagen immer wieder von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und vor allem auch von ihrem Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), einem promovierten Arzt und Honorarprofessor zum Thema Coronavirus unterrichten.

"Wir stehen bei Corona vor einer Herausforderung, wie wir sie so noch nicht hatten. Es kommt jetzt wirklich auf uns an", fügte sie hinzu. "Die Hauptlast trägt Jens Spahn. Er macht das ganz toll. Das ist auch Ansporn für die nächste Zeit. Denn die Krise ist natürlich noch nicht vorbei."

Merkel: Alle nicht notwendigen Veranstaltungen absagen

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich für ein striktes Vorgehen der Behörden im Kampf gegen das neue Coronavirus ausgesprochen. Alle nicht notwendigen Veranstaltungen sollten abgesagt werden, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag während der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr.
 
Mit Blick auf Bundesliga-Fußballspiele ohne Zuschauer sagte Merkel demnach: "Spiele vor leeren Rängen sind nicht das Schlimmste, das diesem Land passieren kann." Zur Lage der Wirtschaft, die teilweise unter zusammengebrochenen Lieferketten aus Asien leidet, sagte Merkel, man brauche hier "keine klassischen Konjunkturprogramme, sondern Liquiditätszufuhr".

Merkel für energischen Kampf gegen Ausbreitung

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen energischen Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gefordert und auf eine drohende Infektionswelle in den nächsten Monaten hingewiesen. "Das wirksamste Mittel gegen das Virus ist, seine Ausbreitung zu verlangsamen", sagte Merkel am Montag in Berlin bei einer deutsch-griechischen Wirtschaftskonferenz.
 
Die Kanzlerin, die sich bisher kaum zu der Epidemie geäußert hatte, warnte vor falschen Hoffnungen. Das Virus werde sich weiter auch in Deutschland verbreiten. Aber es gehe darum, das Tempo so weit wie möglich zu drosseln: "Wir erarbeiten uns also wertvolle Zeit."
 
Diese Zeit brauche man, damit die Wissenschaft an Medikamenten und Impfstoffen forschen könne, sagte Merkel. Die Zeit sei aber auch nötig, damit Staat und Politik dazu beitragen könnten, "den in den nächsten Monaten, vielleicht auch erst im Herbst und im nächsten Winter benötigten zusätzlichen Bedarf an Schutzausrüstung für zusätzliches medizinisches und pflegerisches Personal und für die intensivmedizinische Bettenausstattung in den Krankenhäusern aufzustocken". Deshalb "war und ist es überhaupt nicht vergebens", das Tempo der Infektionen drosseln zu wollen.
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