"Unsere Gewalt und eure Gewalt"

Ist das noch Kunst?

Wirbel um Theater-Stück: Jesus vergewaltigt Muslimin

Das Skandal-Stück  "Unsere Gewalt und eure Gewalt" erschüttert nach Wien nun Polen.

Das Stück „Unsere Gewalt und eure Gewalt“  sorgt für reichlich Aufsehen. Auf der Bühne zieht eine Muslima mit Kopftuch zuerst eine polnische Flagge aus ihrer Vagina, dann kommt Jesus Christus. Er steigt von seinem aus Kanistern bestehenden Kreuz herab und vergewaltigt die Muslimin auf der Bühne. Danach wischt er sich mit der polnischen Flagge seinen Penis ab.

Szenen die sowohl Publikum, als auch Kritiker schockieren und die bereits bei den Wiener Festwochen für reichlich Gesprächsstoff gesorgt haben. Folterszenen und Migrantenwitze, Tabubrüche und Schockbilder aller Art - darauf muss man sich in dem Stück von Oliver Frljic einen Reim machen. Das 75-minütige Werk, das bereits im Mai im Schauspielhaus uraufgeführt wurde, versucht alles, um zu provozieren.

Vor einer - später natürlich zum Einsturz gebrachten - Wand aus Benzinkanistern gestaltet der in Bosnien geborene derzeitige Leiter des Kroatischen Nationaltheaters Frljic die seltsamsten und ärgerlichsten Szenen: Kussszenen nackter, mit arabischen Schriftzeichen bemalter Menschen zum vielstrophigen Absingen von "Stille Nacht". Auch ein Ballett von gefesselten Guantanamo-Häftlingen in orangenen Overalls zu "Heaven, I'm in heaven" samt anschließendem Kehle-Durchschneiden ist zu sehen. Zudem steht die Folter eines syrischen Flüchtlings mit Schweinefleisch und Alkohol als Willkommensgruß europäischer Zivilisiertheit auf dem Programm.

Kritiker verreissen Stück

Die Kritiker sahen in dem Stück wenig Sinnhaftigkeit und haben es Großteils verrissen. „Erkenntnisgewinn: null. Verärgerungsfaktor: hoch.“, schrieb APA-Journalist Wolfgang Huber-Lang damals über die Urraufführung in Wien. In Polen waren die Reaktionen nicht anders.

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