Das war Pavarotti - Eine Biografie

Todesfall

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Das war Pavarotti - Eine Biografie

Luciano Pavarotti, am 12. Oktober 1935 in Modena geboren, studierte zunächst Pädagogik und arbeitete als Volksschullehrer. Mitte der 1950er Jahre nahm er Gesangsstunden und bereits Anfang der 60er Jahre folgten die ersten Opern-Engagements. Am 24. Februar 1963 debütierte er damals als noch unbekannter Einspringer in "La Bohème". Für den jungen Pavarotti folgten zwei weitere Auftritte als Einspringer, beide Male für Giuseppe Zampieri: am 9. März (wieder als Rodolfo) und am 27. April 1963 (als Herzog in "Rigoletto"). 1964 sprang er an der Covent Garden Opera in London für den erkrankten Giuseppe di Stefano ein. 1966 folgte das Debüt an der "Scala", zwei Jahre später an der New Yorker "Met".

Die Drei Tenöre
1990 nutzten die "Drei Tenöre" - Pavarotti, Placido Domingo und Jose Carreras - die Fußballweltmeisterschaft in Italien zu einem weltweit ausgestrahlten Auftritt. Der Live-Mitschnitt wurde zum Kassenschlager in der ganzen Welt, Pavarottis Aufnahme von "Nessun dorma" (Niemand schlafe) aus Puccinis "Turandot" stürmte als erste klassische Komposition sogar den Spitzenplatz der britischen Pop-Charts. 1996 traten die drei Tenöre auch im Wiener Ernst Happel-Stadion auf, drei Jahre später besangen sie gemeinsam "Christmas in Vienna".

An Krebs erkrankt
Die Fans der leichten Muse eroberte der schwergewichtige Sänger mit seinen Benefiz-Konzerten "Pavarotti & Friends", bei denen er mit internationalen Rock- und Popstars im Duett sang. Jedoch erntete er bei Opernliebhabern Kritik für seine Ausflüge ins leichte Fach. Die ganz große Zeit als Opernstar war für Pavarotti Anfang der 90er Jahre vorbei, als er mit Verdis "Don Carlos" an der Mailänder Scala Pfiffe erntete. 2004 verkündete er seinen Abschied von den Opernbühnen der Welt, startete jedoch noch eine Abschiedstournee, die er unterbrechen musste, als bei ihm Anfang Juli 2005 Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wurde.

Private Schlagzeilen
Auch privat war Pavarotti oft in den Schlagzeilen: Mit seinen Rückenleiden, einem Streit um Steuermillionen, der langwierigen Scheidung von seiner ersten Ehefrau Adua und der Hochzeit mit seiner Ex-Sekretärin Nicoletta Mantovani. Diese schenkte ihm 2003 die gemeinsame Tochter Alice. Jedoch überlebte der Zwillingsbruder die Geburt nicht. Von der Trauer hat sich Pavarotti nie ganz erholt. Am Donnerstagmorgen starb er im Alter von 71 Jahren in Modena.

Pavarotti in Wien
An der Wiener Staatsoper sang er in Folge 1977 den Manrico ("Il trovatore") unter Herbert von Karajan und 1984 den Nemorino ("L’elisir d’amore"), seine hierzulande meistgesungene Partie. In den 80ern folgten Radames in der "Aida"-Premiere unter Lorin Maazel, Cavaradossi ("Tosca"), Rodolfo ("Luisa Miller") und Gustav III. in der Premiere von "Un ballo in maschera" unter Claudio Abbado. Luciano Pavarotti war 1996 als Andrea Chénier zuletzt an der Wiener Staatsoper zu erleben. In insgesamt 9 Partien an 55 Opernabenden (davon zwei Premieren) und in einem Konzert stand der unvergessene Luciano Pavarotti auf der Bühne der Wiener Staatsoper.

Gedenkworte am Abend in der Staatsoper
Mit großem Bedauern hat Staatsoperndirektor Ioan Holender den Tod von KS Luciano Pavarotti aufgenommen: "Es ist für mich der Verlust der schönsten Tenorstimme meiner Zeit und darüber hinaus eines Menschen, der durch seine Kunst in außergewöhnlicher Weise gewirkt und den Menschen unendlich viel gegeben hat". Direktor Holender wird vor der heutigen "Carmen"-Vorstellung Worte des Gedenkens sprechen.

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