Die große Filmdiva ahnte nichts von ihrer Krankheit

Christine Kaufmann 1945-2017

Die große Filmdiva ahnte nichts von ihrer Krankheit

Trauer

Der Schock sitzt tief: Erst vergangene Woche war Christine Kaufmann nach einem Zusammenbruch in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert worden. Schockdia­gnose: Leukämie. Die Ärzte versetzten sie in ein künstliches Koma. Eine Rettung war nicht mehr möglich: In der Nacht auf Dienstag verstarb die 72-Jährige. „Sie ist gestorben, als sie alleine im Zimmer war“, so ihre Enkelin Dido (31) in der Bild-Zeitung. Das waren ihre letzten Worte.

Ihr letzter TV-Auftritt 
war erst vor zwei Wochen

Buch & TV-Show. Die Schauspielerin hatte nichts von ihrer Krankheit geahnt. „Sie wurde mitten aus ihrer enormen Schaffenskraft gerissen“, so ihre Familie. Kaufmann hatte gerade ihr Buch Liebesgeschichten – Anekdoten aus dem 20. Jahrhundert fertigstellt, freute sich auf Lesungen. Am 12. 3. hatte sie noch bei münchen.tv aufgekocht.

Vom steirischen Kinderstar zur Golden-Globe-Siegerin

Karriere. Christine Kaufmann wurde am 11. Jänner 1945 in Lengdorf (Stmk.) geboren. Mit 15 gewann sie für ihr Hollywooddebüt Stadt ohne Mitleid (mit Kirk Douglas) den Golden Globe.

1961 verliebte sie sich beim Dreh zu Taras Bulba in Tony Curtis. Die Ehe hielt fünf Jahre. Es folgten drei weitere mit TV-Regisseur Achim Lenz (1974–1976), Musiker Reno Eckstein (1979–1982) und Zeichner Klaus Zey (1997–2011).

1974 und 1999 zog sich Kaufmann für den Playboy aus. 2011 tanzte sie bei Dancing Stars. 2014 ihr letzter großer Bühnenauftritt: Kaufmann spielte in Linz Theater. Die Welt trauert um eine große Künstlerin.

Enkelin Dido: "Sie ist ohne Schmerzen gegangen"

Christine Kaufmanns Enkelin Dido spricht in der „Bild“ über die letzten Stunden des Stars.

Eingeschlafen. Bis fast zum Schluss wachten Bruder Hans-Günther (73), die Töchter Alexandra (52) und Allegra (50) und ihre Enkelinnen Elisabeth (31) und Dido (31) an Christine Kaufmanns Krankenbett. Doch sie ließ erst los, als niemand mehr im Zimmer war, so ihre Enkelin in der Bild-Zeitung.

Stiller Tod.
„ Sie ist gestorben, als sie alleine war. Das hat uns nicht überrascht. Das entsprach ihrer Natur. Die Ärzte haben ihr geholfen, ohne Schmerzen und in Frieden zu gehen“, so Dido Sargent. Und weiter: „Als klar war, dass meine Omi keine Chance hatte, haben sie ihr Schmerzmittel gegeben und sie nach und nach von allem abgenommen. Sie haben sie weiter beatmet, damit der Körper kein Trauma erleidet, aber den zusätzlichen Sauerstoffschlauch entfernt.“

Das sei auch Kaufmanns Wunsch gewesen: „Wir wussten, dass sie keinesfalls an Apparaten in einer Klinik liegen möchte. Die Ärzte haben lange versucht, sie zu retten. Aber als der Körper bereit war zu gehen, haben sie ihr weiteres Leid erspart.“

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