Christine Reiler: Miss auf Weltreise

World-Trip

Christine Reiler: Miss auf Weltreise

Sie ist nicht gekommen, um zu bleiben. Keine zwei Wochen ist es her, da kehrte Christine Reiler (29) von einem Südostasien-Trip zurück. Jetzt ist sie schon wieder weg. Wieder auf Achse.

Die Miss Austria (2007) und Ärztin (Promotion Juli 2011) führt ein Leben aus dem Koffer. Start war im September 2010. Da absolvierte sie ein Praktikum in San Salvador, dann ging es in die USA, von dort nach Brasilien. Mit ihren Missen-Kolleginnen hierauf nach Vietnam, anschließend nach Tansania (hier arbeitete sie als freiwillige Helferin in einem Spital).

Jetzt eben Indonesien
„Mit dem Abschluss meines Medizinstudiums heuer ist ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen“, sagt Reiler. Die perfekte Gelegenheit für eine Auszeit – nicht zuletzt, weil sie derzeit in der Warteschleife für den Ärzteturnus ist.

Schlapfen statt High Heels
Viele kennen die Schöne nur in glamourösen Kleidern und Heels. Unterwegs in Indonesien war Schlabberlook angesagt. „Mein Schminktäschchen war zwar immer dabei, aber eigentlich nie in Verwendung. Jeder, der mich kennt, weiß, wie locker ich privat rumlaufe. Im Urlaub trage ich sowieso nur Schlapfen und unsexy Abzipphosen“, lacht die Mödlingerin.

Nach zehn Tagen in Jakarta – Reisebegleiter war Papa Peter Reiler – ging’s von der Meeresküste per Bus durchs Landesinnere. „Einmal haben wir sogar bei Einheimischen geschlafen“, sagt Reiler. „Wenn man so arme Verhältnisse sieht, merkt man erst, wie gut es uns hier geht.“ Am wenigstens vermisst hat Reiler unterwegs definitiv Handy und Internet.

Seelenreise
„Für mich war der Urlaub keine Selbstfindung. Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden“, sagt Reiler. „Aber daheim kann ich einfach nicht so gut entspannen.“
Gegen Ende tauchte sie dann endgültig ab, machte auf Bali einen Tauchkurs. „Mir geht’s solo wunderbar. Es wird schon noch der Richtige kommen“, macht sie sich auch über Wasser keinen Druck.

Nächste Woche sitzt sie schon wieder im Flieger. Neue Reisedestination: Tansania. Dort besucht Reiler das Hilfsprojekt von Dr. Christine Wallner, die mit ihrer NGO „Africa Amini Alama“ seit Mai 2010 eine Krankenstation betreibt. „Ich war schon einmal dort. Jetzt werde ich helfen, wo ich gebraucht werde. Vielleicht gehe ich auch mal in die Entwicklungshilfe.“
 

Reiler: ›Ich habe keinen Stress‹

ÖSTERREICH: Sind Ihre Reisen auch Seelenreisen?
Christine Reiler: Ich reise nicht, um mich selbst zu finden. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben. Ich kann fern der Heimat einfach besser entspannen. Die Reisen sind ein Gegenpol zu meinem Alltag, da muss man sich keine Gedanken darüber machen, was man gerade darstellt.

ÖSTERREICH: Soeben aus Asien zurück, verreisen Sie jetzt schon wieder. Was entgegnen Sie Neidern?
Reiler: Wie ich meine Leben gestalte, geht niemanden etwas an. Wenn ich mir eine Auszeit gönne, dann, weil jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist. Ich mache mir keine Gedanken, was andere über mich denken. Außerdem fahre ich jetzt nicht eine Woche nach Mallorca und dröhne mich zu, sondern besuche ein Hilfsprojekt in Afrika.

ÖSTERREICH: Hatten Sie auf Ihren Reisen nie Sehnsucht nach Zweisamkeit und Liebe?
Reiler: Romantische Stunden gibt’s bei Reisen mit dem Papa (reist mit Reiler um die Welt, Anm.) natürlich keine (lacht). Es kommt schon der richtige Mann, mit dem ich das erlebe, da habe ich keinen Stress.

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