Sonderthema:
Jubel und Tränen bei den Rolling Stones

Wien-Konzert ausverkauft

Jubel und Tränen bei den Rolling Stones

Musik. It’s Only Rock ’n’ Roll – aber Österreich liked es! Gestern brachen die Rolling Stones mit dem Vorverkauf für ihr Wien-Konzert am 16. Juni alle Rekorde. Binnen nur 75 Minuten waren alle 55.000 Tickets für das vermeintlich letzte Österreich-Konzert im Ernst-Happel-Stadion vergeben! Die dienstälteste Band des Rock (in Summe 278 Jahre alt) lässt die Konkurrenz alt aussehen.

Rekord: 55.000 Tickets in 75 Minuten ausverkauft
Besser als U2. Um 9 Uhr früh startete der Vorverkauf. Doch schon ab 6 Uhr (!) standen Hunderte Fans vor den oeticket-Centern Schlange. Zum Ticketstart brach dann gleich der Internet-Server zusammen. Trotzdem waren schon um 9.05 Uhr alle Stehplatzkarten vergeben.

Damit übertrumpften die Stones sogar AC/DC (2009) und U2 (2010). Um 10.15 Uhr meldete Veranstalter Ewald Tatar dann trotz Irrsinnspreisen von 98 (Stehplatz) bis 395 Euro (Diamond Circle) das Sold out: „Was für ein Wahnsinnsvorverkauf! Im Rekordtempo von nur 75 Minuten sind nun alle 55.000 Tickets für The Rolling Stones am 16. Juni im Ernst-Happel-Stadion ausverkauft!“

Gewinnen Sie mit ÖSTERREICH eines der begehrten Tickets für das Rolling Stones-Konzert in Wien! Hier können Sie mitspielen >>>

Stones live: 19 Welthits für 6 Millionen Dollar Gage
Hype. Der Run auf die Wien-Tickets spiegelt den europäischen Trend wider: Das Berlin-Konzert war in acht Minuten ausverkauft, Düsseldorf meldete nach 25 Minuten „sold out“ und in Rom gingen 50.000 Tickets innerhalb von zwei Stunden weg.

So wird das Wien-Konzert. Der Stones-Hype ist gerechtfertigt. Mit der 14 On Fire Tour bieten Mick Jagger und Co. die perfekte Greatest-Hits-Show: 19 Klassiker von Start Me Up über Jumpin’ Jack Flash bis Satisfaction. Dazu gibt es zwei Solo-Hits von Keith Richards, eine Internet-Songwahl und einen Gastauftritt von Ex-Gitarrist Mick Taylor. Selten war das Attribut „Konzert des Jahres“ treffender!

 

Jagger: "Haben viel mehr Spaß als früher"

Vor dem Selbstmord-Drama sprach ÖSTERREICH mit Mick Jagger über die Tour.
ÖSTERREICH: Warum gehen Sie wieder auf Tour?
Jagger: Wir rollen, solange uns die Fans wollen. Mir selbst machen die Konzerte jetzt ja ohnedies viel mehr Spaß als früher.

ÖSTERREICH: Wird das Ihre Abschiedstour?
Jagger: Diese Frage stellt man mir seit 1973 (lacht). Wir werden niemals eine Abschiedstour ankündigen. Vielleicht rocken wir ja noch in zehn Jahren.

ÖSTERREICH: Was halten Sie von der Konkurrenz wie U2?
Jagger: Die Stones haben keine Konkurrenz! Selbst Bono ist gegen mich doch noch ein Lehrbub.


Begräbnis: Micks härtester Weg

Abschied. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Die Hände am Geländer verkrampft. Das Gesicht eingefallen wie noch nie und den Blick starr ins Nichts gerichtet. So sah Mick Jagger (70) im Four Seasons-Hotel von Los Angeles seinem schwersten Weg entgegen. Dem Begräbnis seiner großen Liebe: Modedesignerin L’Wren Scott.

Friedhofs-Sperre als Schutz vor Paparazzi
Friedhof gesperrt. Gestern Abend (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) stand für den sonst so agilen Rockstar der emotionelle Abschied am Friedhof Hollywood Forever in Beverly Hills am Plan. Nur 60 Personen – Familienangehörige, darunter Jaggers Kinder Karis, Jade und Georgie May, sowie die engsten Freunde – waren zum letzen Weg geladen. Dafür ließ der Stones-Boss den Friedhof weitläufig sperren und als Schutz vor Fotografen sogar blickdichte Zelte aufstellen. Denn auch wenn er einst As Tears Go By sang, so sollte nun niemand seine Tränen sehen.

(zet)

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.