Sturmböen

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Bergsteiger-Krimi am K2

Heimlich, still und ohne Wirbel kämpfte sich der steirische Skyrunner Christian Stangl heuer in Richtung Gipfel des K2. Die Medien informierte er nicht, als er am 2. August mit seinem französischen Seilpartner Bruno Buchet vom Camp vier (7.800 Meter) in Richtung Spitze des zweithöchsten Bergs der Welt aufbrechen wollte.

Stangl war auf der sogenannten Cesen-Route unterwegs. Hier scheiterte er auch im vergangenen Jahr. Damals erfand der Skyrunner den Gipfelsieg, schwindelte wochenlang beharrlich Medien an. Erst als mehrere K2-Berg­steiger eindeutige Beweise gegen Stangl vorlegten, gab der Steirer zu: „Ich habe mir den Gipfelsieg nur eingebildet.“ In Wahrheit versteckte Stangl sich tagelang in einem Zelt in der Nähe des Basislagers in 5.000 Meter Höhe.

Nun gab der Ex-Gipfel-Schummler sein Scheitern gleich bekannt. Ein heftiger Sturm ließ keinen Aufstieg zu, berichtete er via Satellitentelefon. Auch ein weiterer Gipfelversuch sei unmöglich. Im Basislager schütte es, die Temperaturen seien zu hoch, tödlicher Steinschlag die Folge. Die Cesen-Route ist auch heuer nicht zu besteigen. Stangl am Telefon: „Dieser Berg lehrt mich Geduld. Der K2 hat auch in diesem Sommer wieder seine Größe und Übermacht gezeigt.“
Trotzdem ist das diesjährige Scheitern für Stangl fast ein Sieg: „Ich wollte im vergangenen Jahr aufgeben. Diese Expedition war für mich ein mentaler Neuanfang.“
 

Kaltenbrunner: 
Sauwetter 
statt Gipfelsieg

Schlafen, Essen, Kräfte sammeln: So sehen derzeit die Tage von Gerlinde Kaltenbrunner im Basislager auf 3.900 Meter aus. Vergangenen Montag musste die Oberösterreicherin den Gipfelsturm wegen Schneefalls abbrechen – seitdem wartet sie auf Wetterbesserung.

Der Innsbrucker ZAMG-Meteorologe Karl Gabl hat für sie noch keine guten Nachrichten: „Bis zum nächsten Dienstag wird es weiter schneien. Erst dann könnte es wieder besser werden“, sagt Gabl zu ÖSTERREICH. Kaltenbrunner ist die Einzige von drei Österreichern (vor Stangl gab auch Gerfried Göschl auf), die hartnäckig auf den Gipfelsieg hofft.

Erholung. „Drei bis vier Tage werden wir sicher brauchen, um Kraft zu tanken. Es war wirklich anstrengend“, erzählte sie den OÖN. Beim letzten Aufstieg auf 7.900 Meter hätten sie Fixseile auf den steilen Passagen angebracht. „Der nächste Aufstieg ist unser Gipfelversuch“, sagt die Extrembergsteigerin.

Die Zeit drängt: Am Montag, dem 15. August, läuft die Erlaubnis für die Besteigung ab. Auch das Visum für China läuft aus ...


 

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