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Fall Cain: Verdächtiger Ziehvater verhaftet

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Fall Cain: Verdächtiger Ziehvater verhaftet

Seiten: 12

Der 25-jährige mutmaßliche Kindesmörder, der am Samstagabend in Bregenz den dreijährigen Sohn seiner Lebensgefährtin zu Tode geprügelt haben soll, ist am Dienstagnachmittag in Waldstatt im Schweizer Kanton Appenzell-Ausserrhoden gefasst worden. Das Fluchtauto des Mannes wurde im Zuge einer Verkehrskontrolle erkannt, daraufhin verhaftete die Polizei den Serben. Der 25-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen und könnte im besten Fall innerhalb einer Woche nach Österreich ausgeliefert werden, berichtete Chefermittler Norbert Schwendinger vom Landeskriminalamt in Bregenz.

Diashow Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt
Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

Der Tatort in Bregenz.

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

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Der Tatort in Bregenz.

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

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Der Tatort in Bregenz.

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

Hinter dieser Tür geschah das brutale Verbrechen - Nachbarn haben Kerzen angezündet.

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

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Das Opfer - Cain als fröhlicher Bub.

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

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Auch Cains Bruder Emilian (6) wurde geschlagen.

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

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Miloslav M., der 26-jährige Ziehvater Cains, wird verdächtigt, den Jungen getötet zu haben.

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

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Miloslav M., der 26-jährige Ziehvater Cains, wird verdächtigt, den Jungen getötet zu haben.

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

Die Anteilnahme ist groß: Kerzen überall im Wohnhaus.

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

Dreijähriger Cain zu Tode geprügelt

Die Anteilnahme ist groß: Kerzen überall im Wohnhaus.

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Auslieferungsverfahren eingeleitet
Die Verhaftung des Beschuldigten, der unbewaffnet war, erfolgte kurz nach 14.00 Uhr mit Hilfe der Sondereinheit "Säntis". "Das war eine ausgezeichnete Leistung der Schweizer Polizei", lobte Schwendinger die Kollegen. Das Auslieferungsverfahren wurde eingeleitet, wenn der 25-jährige einem verkürzten Verfahren zustimmt, könnte er laut Schwendinger etwa innerhalb einer Woche in Vorarlberg sein.

Befragung im Gange
Wie der 25-Jährige die Tage seit seiner Flucht vom Tatort verbrachte, war vorerst nicht bekannt. "Die Befragung in der Schweiz ist im Gange, Ergebnisse werden wir aber wahrscheinlich erst am Mittwochvormittag bekommen", sagte der Ermittler. Eine Reise der Vorarlberger Ermittler in die Schweiz ist nicht geplant.

Ermittlungsverfahren gegen Cains Mutter

Nachdem gegen den in Vorarlberg aufgewachsenen Serben bereits gleich nach seinem Verschwinden wegen Mordes ermittelt worden war, leitete die Staatsanwaltschaft Feldkirch am Dienstag auch gegen die Mutter des getöteten Dreijährigen ein Ermittlungsverfahren ein. "Aufgrund des Obduktionsergebnisses besteht der Verdacht, dass die Mutter ihre Fürsorge- und Obhutpflichten gröblich vernachlässigt hat", erklärte Behördensprecher Heinz Rusch auf APA-Anfrage.

Schwerste Misshandlungen
Die Obduktion am Montag hatte ergeben, dass der Dreijährige am Samstag schwerst misshandelt und letztendlich zu Tode geprügelt worden war. Der Tatverdächtige hatte die Mutter am Samstagnachmittag zur Arbeit gebracht und sollte sich um die beiden Buben kümmern. Gegen 19.20 Uhr rief der 25-Jährige die Rettung mit der Information, dass das Kind über eine Stiege gefallen sei und nicht mehr atme. Als die Rettung eintraf, befand sich der Mann noch in der Wohnung. Er flüchtete aber vor Eintreffen der Polizei mit dem Wagen seiner Freundin. Die Frau war seit etwa einem halben Jahr mit dem Serben liiert, seit etwa zwei Monaten bestand eine Lebensgemeinschaft.

Mutter: Verdacht der Vernachlässigung
Hinsichtlich der Mutter muss nun geklärt werden, ob sie gegen den Paragrafen 92 des Strafgesetzbuches - "Quälen oder Vernachlässigen unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen" - verstoßen hat. Demnach ist zu bestrafen, "wer seine Verpflichtung zur Fürsorge oder Obhut (...) gröblich vernachlässigt und dadurch, wenn auch nur fahrlässig, dessen Gesundheit oder dessen körperliche oder geistige Entwicklung beträchtlich schädigt". Der Strafrahmen beträgt - wegen des Todes des Dreijährigen - zwischen einem und zehn Jahren Haft. Die Erhebungen werden vom Landeskriminalamt geführt, bisher war die 25-jährige Frau aber nicht vernehmungsfähig. Sie wird im LKH Bregenz psychologisch betreut.

Jugendwohlfahrt: Keine Hinweise auf Misshandlungen

Seitens der Vorarlberger Jugendwohlfahrt wurde neuerlich betont, dass es keinen Hinweis auf Misshandlungen gegeben habe. Auch bei den vergangenen Besuchen beim Kinderarzt und in der Betreuungsstätte sei keinerlei Verdacht auf körperliche Übergriffe laut geworden. Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP) sah vorerst keinen unmittelbaren Handlungsbedarf hinsichtlich der Struktur der Jugendwohlfahrt. "Man kann nur Maßnahmen setzen, wenn man über einen entsprechenden Kenntnisstand verfügt", betonte er. Am Donnerstag soll im Vorarlberger Landhaus aber ein "Runder Tisch" zur Situation der Jugendwohlfahrt stattfinden, an dem neben den Parteien auch Vertreter aus dem Jugendwohlfahrtsbereich und der Sicherheit teilnehmen.

BZÖ fordert Anzeigepflicht
Auf Bundesebene forderte BZÖ-Klubobmann Peter Westenthaler eine generelle Anzeigepflicht in Fällen von Kindesmisshandlung. Außerdem müsse das Strafausmaß bei Kindesmisshandlung auf bis zu "lebenslänglich" erweitert werden.


Seite 2: Die jüngsten Entwicklungen im Fall Cain im LIVE-Ticker zum Nachlesen

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