Video zum Thema Sobotka: Bluttat in Linz war IS-Mord
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Schock in Österreich

Hassmord in Linz war IS-Terror

Knalleffekt um den bestialischen Doppelmord von Linz. Es war ein Attentat eines IS-Fanatikers. Der erste Doppelmord eines Islamisten in Österreich. Das bestätigten VP-Innenminister Wolfgang Sobotka, Generaldirektor Konrad Kogler und OÖ-Landespolizeidirektor Andreas Pilsl am Mittwochabend in einer Pressekonferenz: „Bei Hausdurchsuchungen und auf seinem Computer wurden eindeutige Hinweise gefunden, die auf ­einen IS-Hintergrund schließen lassen“, so Minister Sobotka über den Täter. Die Ermittler stießen auch auf zahlreiche Unterlagen, die ein Naheverhältnis zum IS belegen.

Frau erdrosselt, Ehemann mit Stock erschlagen

Linz. Mohamed H. wollte sich an Österreich rächen. Fühlte sich von der Gesellschaft schlecht behandelt, heißt es. Deshalb tötete er Siegfried S. (87), Jurist, und Hildegard S.( 85), Buchautorin. Sie wurden – wie berichtet – in ihrer Wohnung umgebracht. Zunächst erdrosselte der Täter die 85-Jährige. Danach ging er mit einem Stock und einem Messer auf den Mann los, brachte ihn ebenfalls um. Letztlich verschüttete er Benzin und legte Feuer. Die Leichen des betagten Ehepaares wurden bei Löscharbeiten entdeckt. Rasch war klar: Es war eindeutig Mord.

Sobotka Pilsl Konrad IS-Mord Linz © APA/EXPA/MICHAEL GRUBER
(v.l.) Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Konrad Kogler, Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) und Landespolizeidirektor von Oberösterreich Andreas Pilsl. Quelle: APA/EXPA/Michael Gruber
 

Täter unterstellte Opfern Naheverhältnis zur FPÖ

Geständnis. Nur Stunden nach der Tat stellte sich der 54-jährige Tunesier, der seit 1989 in Österreich lebt, bei der Polizei und legte ein Geständnis ab. Er kannte seine Opfer sehr gut, belieferte das Ehepaar mit Bio-Gemüse. Er wurde von den Pensionisten sogar finanziell unterstützt.

Seinen Opfern hatte der Doppelmörder aber ein ­Naheverhältnis zur FPÖ unterstellt. Der Sohn der Pensionisten ist Leiter einer Abteilung beim Land Oberösterreich, die zum Ressort des FPÖ-Politikers Manfred Haimbuchner gehört. Mehrmals hat der Tunesier ein Gespräch mit dem Sohn gesucht. Ein Termin war ausgemacht, letztlich kam dieser aber nicht zustande.

Todesplan. Schon vor zwei Jahren hatte ein Nachbar ­Mohamed H. wegen „extremistischer Umtriebe“ angezeigt. Als Kämpfer nach Syrien sei er aber nie gereist. Kurz vor der Tat habe er aber seine Heimat Tunesien besucht. Er wollte mit mitgebrachtem Werkzeug eine Tischlerei aufbauen. Derzeit wird von der Polizei auch ermittelt, ob der Tunesier Teil eines Islamisten-Netzwerkes in Österreich ist. (kor, wek)

Innenminister Sobotka deckt auf: "Doppelmörder hatte islamistischen Hintergrund"

Bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz in Wien sagte Minister Wolfgang Sobotka: „Schon unmittelbar nach dem Mord tauchten erste Verdachtsmomente in Richtung ­eines politischen Motives auf. Diese Verdachtslage hat sich jetzt verdichtet. Es zeigt sich, dass der Tatverdächtige offenbar ein radikalisierter Moslem ist. Im Zuge des Beweisverfahrens durch Hausdurchsuchungen und Auswertung diverser Datenträger des Verdächtigen hat sich schließlich gezeigt: Das Verbrechen hat ­einen eindeutigen IS-Hintergrund. Auch die Aktivitäten des Verdächtigen in den sozialen Netzwerken weisen in Richtung IS.“

Auf die ÖSTERREICH-Frage, ob der 54-Jährige nur ein radikalisierter Sympathisant, ein Schläfer oder gar ein Kämpfer sei, antworte der Minister: „Das Ergebnis ist für uns eindeutig. Wir wollen die Ermittlungen gegen ein Netzwerk aber nicht gefährden. Das ist für uns eine besondere Situation. Für uns gilt es, die Ermittlungen mit großer Bedachtnahme fortzusetzen.“

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