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Hotspot U6: Drogenhölle, Bandenkriege, Bürger in Angst

Die Szene eskaliert

Hotspot U6: Drogenhölle, Bandenkriege, Bürger in Angst

Die Polizei ist überfordert, die Hilferufe der ­Politik verhallen noch. Mehr als 100 Polizisten versuchen täglich an den U-Bahn-Stationen Herr der Lage zu werden: Die Crime-Hotspots liegen bei der Thaliastraße, der Gumpendorfer Straße und an der Josefstädter Straße.

Horden von Dealern bieten ganz offen die Drogen an
Zeitweise sind es bis zu zwei Dutzend Drogenhändler, die in den Stationen auf Kundschaft warten und den Stoff ganz offen anbieten. Und es gibt alles: Cannabisprodukte wie Marihuana, Kokain ebenso wie Heroin.

Mehrere Nationalitäten unter Suchtgifthändlern
Die Dealer sind jung: Sie kommen aus Nord- und Westafrika, dem Kosovo, Mazedonien, Serbien oder Afghanistan. Aber auch Österreicher sind darunter. Eltern und Schulen werden vor der „offenen Drogenszene“ gewarnt.

Und allein die Zahlen des Vorjahres, die Wiener Hotspots wie auch den Praterstern betreffen, sind erschreckend: Im zweiten Halbjahr des Vorjahres, ÖSTERREICH berichtete, gab es mehr als 3.000 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz, im Schnitt wurden pro Tag neun Personen festgenommen, insgesamt mehr als 31.000 Identitäten festgestellt.

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Karte: Das sind die Hotspots

Straßenschlacht
Jetzt ist die Situation erneut aus dem Ruder gelaufen. Diesmal lieferten sich acht nigerianische Dealer und 20 heimische Junkies eine blutige Straßenschlacht. Als die Polizei eintraf, ergriffen die meisten die Flucht. Ein Abhängiger hetzte im Gemenge sogar seinen Kampfhund auf einen Beamten. Die Polizei: „Wir sind noch bei den Einvernahmen, wissen den Auslöser nicht.“ Doch der dürfte feststehen: Drogen …

 

Polizeigewerkschafter Gerhard Zauner:  »Afrikaner dominieren Wiens Drogenszene«

ÖSTERREICH: Warum explodiert die Kriminalität?

Gerhard Zauner: Die Vorfälle häufen sich extrem, insbesondere im Bereich der U6, aber nicht nur dort. Allein am Wochenende haben wir acht verletzte Polizisten gehabt. Die Gewaltbereitschaft hat zugenommen. Früher sind die Kriminellen weggerannt, heute schlagen sie zu.

ÖSTERREICH: Warum steht immer die U6 im Fokus?

Zauner: In Gürtelnähe haben wir die Drogen-Szene, auch können die Dealer rasch flüchten. Außerdem sind durch die Entschärfung des Suchtmittelgesetzes alle Hemmungen der Dealer gefallen. Zum Glück gibt es eine Gesetzesänderung, die tritt erst in Kraft.

ÖSTERREICH: Wer dominiert die Drogen-Szene?

Zauner: Ausländer, die meisten aus Afrika, Afghanistan, Naher Osten. Die Schwemme der Asyl­werber hat Lage auch nicht gerade besser gemacht.

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