Skandal 
um Haiders Seen-Deal

800.000 Euro an Partei

Skandal 
um Haiders Seen-Deal

Kärntens Politikszene rotiert. Nachdem die niederösterreichische Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (Team NÖ, früher Stronach; BZÖ, FPÖ) gestanden hat, für Jörg Haider beim Kauf von drei ÖGB-Seeimmobilien mitgeschnitten zu haben, gibt es nur noch ein Thema in Kärnten. Sowohl die FPÖ als auch das BZÖ streiten ab, für etwaige Rückzahlungen verantwortlich zu sein. Auch der damalige geschäftsführende Landesparteiobmann des BZÖ Kärnten, Stefan Petzner, betonte gegenüber ÖSTERREICH, er wisse von nichts.

Seen-Grundstücke 
viel zu teuer gekauft
Was ist passiert? Die Kärntner Landesregierung unter Haider hatte 2007 drei Seeimmobilien am Ossiacher See, Maltschacher See und Hafnersee von Bawag und ÖGB um 43 Millionen Euro gekauft. Viel zu teuer, kritisierte der Rechnungshof. Kärnten hatte bis zu 12 Millionen Euro zu viel gezahlt. Auch die Maklergebühr von 3,5 % war viel zu hoch.

Kaufmann-Bruckberger gestand nun gegenüber der Korruptionsstaatsanwaltschaft, dass sie eine Scheinrechnung an den Makler stellte – die „700.000 bis 800.000 Euro“ wurden von ihr in bar in Klagenfurt an Haiders BZÖ übergeben. Sie war damals Parteimitglied und Leiterin einer Werbeagentur. Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 15 Verdächtige, hieß es am Mittwoch. Es wird wegen Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit ermittelt, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Neuerliche Ladungen vor den Kärntner Landtag
Das Geständnis Kaufmann-Bruckbergers bringt neuen Wind in den aktuell laufenden U-Ausschuss des Kärntner Landtages zum Seenverkauf. Dessen Leiterin, die Grüne Barbara Lesjak, kündigt gegenüber ÖSTERREICH neue Einvernahmen an. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

(wef, pli)

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