Lage in Ybbsitz bessert sich

Hochwasser

Lage in Ybbsitz bessert sich

Das Hochwasser hat weite Teile Niederösterreichs im Griff: Mittwoch früh standen - nahezu landesweit - 175 Feuerwehren mit 1.700 Mann im Einsatz, teilte das Landesfeuerwehrkommando mit. Besonders betroffen war das Mostviertel, wo aufgrund der starken Regenfälle Ybbs, Enns, Melk, Erlauf, Traisen und Perschling über die Ufer traten. Die Erlauf (Bezirk Scheibbs) hat um 6.30 Uhr den Stand eines dreißigjährlichen Hochwassers erreicht.

Nichts geht mehr in Ybbsitz
In Ybbsitz (Bezirk Amstetten) entspannt sich die Lage langsam. Am Vormittag war die rund 3.800 Einwohner zähelden Gemeinde von der Außenwelt abgeschnitten, aber seit den Nachmittagsstunden sinken die Pegel wieder. Dennoch warnt Bürgermester Hofmacher vor verfreuter Freude: "Eine zweite Welle wäre tragisch."

Trotz teilweise heftigen Regens sind die Aufräumarbeiten im Ort schon voll im Gange, die Feuerwehr steht im Dauereinsatz, aber auch zahlreiche Dorfbewohner helfen mit.

Kriseninterventionsteams
Einige Bewohner sollen mit den Nerven am Ende seien: In mehreren Häusern, in denen das Wasser steht, seien allein lebende ältere Menschen in den oberen Stockwerken eingeschlossen. Zu ihrer Betreuung entsandte das Rote Kreuz Kriseninterventionsteams.

Auch in St. Leonhard am Forst (Bezirk Melk) wurde der Ortskern überflutet, das Feuerwehrhaus war ebenfalls von den Wassermassen bedroht. In Matzleinsdorf und Zelking (Bezirk Melk) an der Melk wurden Sandsäcke zur Sicherung aufgeschlichtet.

Bahnhof St. Pölten unter Wasser
Im Bezirk St. Pölten sind in den Ortschaften Wilhelmsburg, Ochsenburg sowie entlang der Perschling in den Ortschaften Perschling und Böheimkirchen zahlreiche Keller überflutet worden. In der an der Traisen gelegenen NÖ Landeshauptstadt wurden die Katastrophenschutzmaßnahmen aktiviert. Nach Angaben des Rathauses stand der Alpenbahnhof einen Meter unter Wasser, der Betrieb der Mariazeller Bahn wurde eingestellt. Die Lage an der Traisen sei kritisch, aber noch halbwegs stabil, die kleinen Nebenflüsse im Stadtbereich - vor allem der Nadelbach - sorgten jedoch für beträchtliche Überflutungen.

In Krems haben die Pegelstände der Donau die Warngrenzen überschritten, der mobile Hochwasserschutz wurde aufgebaut. Laut ÖAMTC bedingten die Überschwemmungen zahlreiche Straßensperren, u.a. der B22 (Grestener Straße), der B39 (Pielachtal-Straße), B122 (Voralpen-Straße) sowie in der Wachau entlang der Donau.

Rettung in letzter Sekunde in Amstetten
Der Kampf gegen das Hochwasser hat zu einer dramatischen Situation geführt: In Amstetten wurden zwei Mitarbeiter des Wasserwerks praktisch in letzter Sekunde aus der Ybbs gerettet. Wie Bezirksfeuerwehrsprecher Philipp Gutlederer berichtete, waren die Männer am Damm der Ybbs mit Sicherungsarbeiten beschäftigt, als sie mitsamt einem Teil des Damms weggespült wurden.

Die Männer waren von den reißenden Fluten eingeschlossen. Sie konnten in einer rund einstündigen Rettungsaktion von der Feuerwehr mit Seilen und Schlauchbooten gerettet werden.

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