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Schwere Unwetter: 130 Einsätze in NÖ

Gewitter

Schwere Unwetter: 130 Einsätze in NÖ

Unwetter in Niederösterreich haben am Sonntagabend einmal mehr für massive Schäden und eine Vielzahl von Feuerwehreinsätzen gesorgt. Insbesondere betroffen waren Gemeinden in den Bezirken Lilienfeld, Gänserndorf und Baden. 130 Feuerwehren mit etwa 850 Mitgliedern waren aufgeboten, berichtete Franz Resperger vom Landeskommando.

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Brücke weggerissen
In Kieneck in der Gemeinde Ramsau (Bezirk Lilienfeld) wurde eine Brücke weggerissen. Die überflutete Gemeindestraße war mehrere Stunden nicht passierbar. Das Firmengelände einer Kistenproduktion wurde durch ein verklaustes Klein-Kraftwerk schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Produktionshallen, Lager und Büros standen laut Bezirksfeuerwehrkommando bis zu einem Meter unter Wasser. Ein Einsatzfahrzeug der FF Ramsau wurde von einer Welle überrascht, die aufgrund des Rückstaus aus dem Ramsaubach auf die Straße geschwappt war, und samt Insassen eingeschlossen. Kameraden der FF Wiesenfeld und Traisen mussten zur Rettung heranrücken.

Eine Mure, die hinter einem Haus abgegangen war, wurde mit Ableitungen und Pfostenverbauten gestoppt. Ein kleiner Bach, der binnen weniger Minuten überdimensional angestiegen war, schnitt ein Wohnobjekt von der Umgebung ab. Außerdem wurden mehrere Keller teilweise bis zur Decke überflutet. Die Aufräumarbeiten werden laut Feuerwehr noch Tage dauern, der entstandene Schaden sei noch nicht zu beziffern. In Kaumberg wurde u.a. auch das Haus von Bezirksfeuerwehrkommandant Anton Weiss schwer in Mitleidenschaft gezogen. In den beiden Ortschaften standen elf Feuerwehren - zehn aus dem Bezirk Lilienfeld, dazu die FF Altenmarkt aus dem Bezirk Baden - mit etwa 200 Mitgliedern im Einsatz.

Im Bezirk Gänserndorf wurde laut Resperger vor allem die Gemeinde Prottes von heftigen Niederschlägen heimgesucht. In einer Wohnsiedlung stand das Wasser teils bis zur Kellerdecke. In der Garage wurden Autos in Mitleidenschaft gezogen. "In Prottes ist durch die ganze Ortschaft ein Bach geflossen, der eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat", wurde Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schicker von noe.ORF.at zitiert. In Weikendorf kam es zu massiven Verklausungen im Weidenbach, so Resperger. Allein im Bezirk Gänserndorf mussten seinen Angaben zufolge 30 Feuerwehren mit etwa 450 Mitgliedern ausrücken. Einsätze dauerten am Montag an.

Diashow Unwetterfront im Bezirk Baden

Unwetter im Triestingtal

Die Pegel stiegen binnen weniger Minuten.

Unwetter im Triestingtal

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Unwetter im Triestingtal

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Die Pegel stiegen binnen weniger Minuten.

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Im Raum Altenmarkt a.d. Triesting (Bezirk Baden) wurde die B18 an mehreren Stellen überflutet und musste teils gesperrt werden.Nach nur zehn Minuten Regen gingen schon die ersten Hilferufe bei den Feuerwehren ein. Nicht weniger als 58 Liter Regen hatte es in dieser kurzen Zeitgeschüttet. Der Pegelstand der Triesting stieg in Altenmarkt von 2,30 auf 2,70 Meter. Eine plötzlich ausgelöste Flutwelle trieb sehr viel Treibholz mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Berndorf und Hirtenberg. 27 Freiwilligen Feuerwehren mit über 400 Einsätzkräften gelang es aber die Situation unter Kontrolle zu bringen: Keller wurden ausgepumpt, Sicherungsmaßnahmen getroffen und vermurte Straßen wieder passierbar gemacht.

In Windischsteig (Bezirk Waidhofen a.d. Thaya) drückte eine Mure die Garage eines Betriebes ein. Die Feuerwehr musste das Objekt pölzen. Laut Resperger betrafen etwa 80 Prozent der Unwettereinsätze die Bezirke Lilienfeld, Gänserndorf und Baden. Helfer mussten aber auch in den Bezirken Bruck a.d. Leitha, Mödling, Horn und Zwettl ausrücken.
 

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